Cocktails & Dreams - Coole Drinks fŘr hei▀e Sommer
 

14. November 2019, 04:05:57 *
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Autor Thema: Cocktailbars in London  (Gelesen 56067 mal)
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Drambuster
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« Antworten #105 am: 01. M?rz 2014, 14:56:34 »

Letzthin in London:

Erster Abend: Nightjar.

T├╝rsteher. Etwas verwirrter Blick auf mein direktes Begehren nach Einlass, "Oh, you want to join us?" und dann aufwendiges Brimborium mit Headset nach einem freien Tisch fragen usw. Ach ja, Speakeasy, hatte ich vergessen, 'tschuldigung. Aber sehr freundlich, und nach der Anstandsminute warten (eher 30 Sekunden) bekamen wir einen Tisch in einem gut gef├╝llten, dunkel gehaltenem Raum. Mit Live-Musik untermalt, die teilweise laut an der Schmerzgrenze spielte, bestellten wir unsere ersten Cocktails, einen Marmalade No2 und einen Modern Cocktail No2.

Marmalade No2 wurde in einem Marmeladenglas serviert, verschlossen mit einem rot-wei├č karierten Tuch (in etwa wie die Deckel von Bonne Maman Konfit├╝re), mit handgeschnitzem, glasf├╝llendem Eisw├╝rfel. Der Modern Cocktail No2 in einem Edelstahlflachmann, welcher sich wiederum in einem mit Eis gef├╝llten Ballonglas befand, aus dem es verd├Ąchtig dampfte. Dazu gab es auch gleich die Belehrung, dass man auf gar keinen Fall den Inhalt des Flachmannes in das eisgef├╝llte Glas sch├╝tten solle, sondern ausschliesslich aus dem Flachmann trinken.

Hmm. Nicht ungef├Ąhrlich. Ich m├Âchte als Gastwirt keinen Japaner bewirten, der aus H├Âflichkeit mit dem Kopf nickt, obwohl er kein Wort verstanden hat (wir erinnern uns: Die sehr laute Live-Musik ist ja auch noch da), und sich dann das St├╝ckchen Trockeneis in den Hals kippt.
Naja, ich leerte einfach z├╝gig meinen ├Ąusserst wohlschmeckenden No2 und stellte mein Glas zum Umf├╝llen zur Verf├╝gung. Auf diese Weise an einem gr├Â├čeren Part des Modern Cocktail teilhabend Lächelnd kann ich nur sagen: Spitzenklasse! Echt beeindruckender Drink.

Sehr aufmerksame Bedienungen, die immer wieder mit frischen Obstst├╝cken aromatisiertes Wasser nachschenkten.
Da so viel Wasser aber Durst macht, gab's noch einen Cold Buttered Rum und einen Blue Moon.
Beide k├Âstlich, und wunderbar dekoriert.

Am Tresen diesen Abend waren Marian Beke und Luca Cinalli, ein Lehrst├╝ck an Perfektion und kreativem garnieren. Es gibt nicht wirklich Pl├Ątze mit Blick auf die Theke, aber dieses eingespielte Team muss man gesehen haben.

Fazit: Eigentlich wollte ich Punkte abziehen, f├╝r das Trockeneis und die zu laute Musik, aber, ├Ąh, Punkte abziehen? Wof├╝r nochmal? No way.

Einzigartig. Weltklasse.

__

 Zweiter Abend: Opium.

Chinatown. Nach einem zwar gutem taiwanesischen Essen (bei den Getr├Ąnken aber dann doch abgezockt worden ÔÇô nicht nach dem Bierpreis gefragt, tja...) zum Experimental Cocktail Club. Leider ohne Reservierung, daher vom eher unfreundlichen T├╝rsteher abgewiesen.
Aber zwei H├Ąuser nebenan gibt es ja das Opium, doppelt so gro├čer und doppelt so freundlicher Bouncer macht das ├╝bliche Headset-Funkkontakt-Spielchen, und schon sind wir in der H├Âhle.
 Voll. Laut. Cool. Stylische Deko, junges Team, junges Publikum.

Als erstes einen Opium Cocktail, in einem Metallgef├Ą├č serviert mit einem metallenen Trinkhalm, was wohl an eine Opiumpfeife erinnern soll. Wieder mit Trockeneis (seufz), diesmal aber im Becher von einem Geflecht vor dem Verschlucken gesch├╝tzt.
 Geschmacklich allerdings hervorragend. Dazu noch einen Blind Date, mit p├╝rierter Dattel, abgefahren. Noch zwei klassische Drinks in Perfektion hinterher, Aviation und Manhattan, und um knapp 40 Pfund ├Ąrmer ins Nachtleben von Soho ausgeschw├Ąrmt.
Gibt auch kleine Speisen, vor allem Dim Sums, haben wir aber nicht probiert.

Fazit: Etwas szeniger als das Nightjar, aber sehr empfehlenswert.

__

 Dritter Abend: 69 Colebrook Row

Sehr klein, eng bestuhlt bzw. behockert, nach l├Ąngerer Zeit fast etwas ungem├╝tlich zu sitzen. Die f├╝r eine Bar ungew├Âhnlichen wei├čen Bodenfliesen geben dem Raum einen eher k├╝hlen Touch.
Livemusik vom Piano.

Champagnerlaune, also einen Flamenco und einen Red Amber Kir Royal bestellt.
Beide wundervoll, leider war der Champagner wohl schon einen Moment zu lange aus der K├╝hlung. Dieses auch reklamiert bei der n├Ąchsten Bestellung, ich hatte Lust auf eine Daiquirivariation und lies mich von der freundlichen und kompetenten Bedienung beraten, Vorschl├Ąge wie einen Hemingway Daiquiri erwartend. Doch sie empfahl mir einen O Gosh.
Macht Sinn dachte ich, und schlug mir gedanklich gegen die Stirn. Schliesslich hat der Patron ihn erfunden...
Dazu einen Last Word.

 Wir nippten gerade an unserem best├Ąndig aufgef├╝lltem Wasser, als pl├Âtzlich ein ohrenbet├Ąubender L├Ąrm von der Theke erschallte, der sogar den Klavierspieler zusammenzucken und kurz innehalten lie├č.
 Ich jedoch lehnte mich zufrieden zur├╝ck und geno├č den Klang von sehr vielen doppelt gefrorenen Volleisw├╝rfeln im Shaker... Grinsend

Beide Drinks absolut perfekt.
Hinter dem Tresen an diesem Abend war Guillaume Le Dorner, der dann auch noch zu einem kleinen Plausch an unseren Tisch kam.

Jeder Drink 9,50 Pfund, plus 12,5% service charge.

Fazit: Sehr empfehlenswert.

« Letzte Änderung: 01. M?rz 2014, 15:00:23 von Drambuster » Gespeichert

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« Antworten #106 am: 02. M?rz 2014, 12:36:07 »

Vielen Dank f├╝r diesen lesenswerten Bericht!
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« Antworten #107 am: 02. M?rz 2014, 14:24:52 »

Sehr sch├Ân geschrieben, macht Lust auf London  Smiley
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« Antworten #108 am: 19. Januar 2015, 23:27:32 »

Callooh Callay

Wir waren auf einem Freitagabend hier.
Die Bar war gut gef├╝llt mit sitzenden und stehenden G├Ąsten. Die Musik war f├╝r eine Bar sehr laut, jedoch abwechslungsreich und machte gute Laune.
Der Raum hatte eine ├╝berschaubare Gr├Â├če. Der Clou ist aber, dass man durch einen Schrank gehen muss, um zu den Toiletten zu kommen. Hier findet sich noch ein Raum an. Etwas kleiner und schlichter eingerichtet. Hier gibt es den Service am Tisch, den es im ersten Raum wohl i.d.R. nicht gibt.
Wir hatten insgesamt 6 Drinks, die bis auf einen (2 Ales in one City) voll ├╝herzeugen konnten.
Insgesamt l├Ąssiges Konzept mit ausgezeichneten Drinks. Erinnete mich etwas an die 3 Freunde Bar in HH.

White Lyan

Aufgrund der Top 20 Platzierung und des au├čergew├Âhnlichen Konzepts sind wir hier auf einem Samstag eingekehrt.
Wir wurden herzlich empfangen und es wurde das Konzept erkl├Ąrt. Hier ist alles premix. Es gibt keine Eisw├╝rfel und keine Zitruss├Ąfte. Klingt strange - ist es auch.
Die Drinks haben uns gefallen, aber die Wiederholungsgefahr ist eher gering.
Mich w├╝rde es nicht wundern, wenn 2015 keine Top50 Platzierung mehr drin ist. Nicht wg, der Qualit├Ąt, sondern weil das Konzept zu speziell ist.

Happiness Forgets
Samstag gg 21:00 Uhr leider schon voll, da sie eine No-Standing-Policy fahren, wie im nightjar auch.
Sonntag um 20:00 Uhr war leider auch nichts mehr zu machen.
Sehr schade, aber ich probier es wieder.

Restaurantempfehlungen:
Dishoom - Fabelhafte indische K├╝che und tolle Atmosph├Ąre.
Red Dog - American BBQ Kitchen mit leckeren Briskets, Wings, Pulled Pork und Burgern. Zu empfehlen auch die Milkshakes. Z.B. Banane mit Erdnussbutter + Rum. Zudem noch fu├čl├Ąufig zu o.g. Bars.


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« Antworten #109 am: 03. September 2015, 16:21:56 »

Zwei N├Ąchte London.

Erster Abend:

Cocktail Trading Company

Kleine Bar im Souterrain eines Restaurants, schwierig zu finden, aber kein Speakeasy.
Keine Reservierungen, waren aber fr├╝h und tats├Ąchlich, ein kleines Tischchen war noch frei.

Vollb├Ąrte. Vor und hinter der Theke. Muss mir wohl auch wieder einen wachsen lassen, aber meiner kriegt irgendwie eine ganz andere Farbe, als bei den jungen Leuten...
Bierkrug mit Erdn├╝ssen auf dem Tisch, und die Bedienung schenkte gleich etwas Wasser ein.
Dieser entpuppte sich ├╝brigens als in Serbien geborener und in Ulm aufgewachsener Routinier und verhalf uns zu einem rundum gelungenen Abend.

Die ersten Drinks:

Daisy de Santiago
Bacardi Heritage, Lemon 'N' Lime Sherbet, Green Chartreuse

Keine Ahnung wie das "Sorbet" gemacht war, jedenfalls war der Cocktail nicht tr├╝b, und schmeckte herrlich nach Kr├Ąutern und Zitrus.

Chocolate Flip #1
Bacardi 8 Year Rum, Cacao-infused Chartreuse, Tawny Port, Pistachio Ice Cream

Die Eiscreme war netterweise nicht im Drink, sondern in einer Art Schiffchen obenauf, dazu ein zartschmelzender, selbstgemachter Schokoladentr├╝ffel.
Dunkel und schwer, aber sehr interessant.
W├Ąhrenddessen ist es etwa halb elf geworden, da tippt mir das schw├Ąbische Holzf├Ąllerhemd auf die Schulter und sagt: "Last order, bitte".
War unter der Woche, aber h├Ą? Bin ich in London oder in Nether Addlethorpe?
Aber das Restaurant oben schliesst um elf, und man muss durch das Restaurant gehen, um in die Bar zu kommen. Nun gut, also noch einen


Ford Cocktail
 Gin, Vermouth dry, Benedictine, Bitters

Trockene Bijou-Adaption, lecker.

 und einen
Sesame Peat   
Sesame 86 Co. Tequila, Apricot Brandy,
Paprika & Cacao Syrup, Grapefruit-Pineapple Soda

In einer M├╝lltonne, und mit Oskar aus der Sesamstrasse dekoriert und verdammt gut.
Sp├╝rbarer Rauchgeschmack durch den Tequila, aber sehr erfrischend.



Die Bar liegt in Londons Westend, bzw Soho, direkt gegenüber der Carnaby Street. Da ist das Preisniveau manchmal steil. Aber was hat es gekostet? Jeder Drink £9. Topp.

Fazit: Sehr empfehlenswert.

Zweiter Abend.
Hach, wohin blo├č?  Callooh Callay? Milk and Honey? Artemisian? Zetter Townhouse? Dandelyan?
Zu viele Bars, zu wenig Zeit. Aber kann ich wirklich London verlassen, ohne im Nightjar gewesen zu sein? Nein.
Reservierungen nur w├Ąhrend der Musik m├Âglich, aber das hatte ich schon und wollte lieber einen Abend ohne Livemusik. Also gegen halb elf hin, da sollte die Musik eigentlich schon vorbei sein. Die Band hatte sich aber anscheinend warmgespielt, und vor der T├╝r stand eine Schlange auf Einlass wartender Leute. Der freundliche T├╝rsteher empfahl uns in einer guten halben Stunde wiederzukommen.
Hat geregnet, daher unsere Oysterkarten gez├╝ckt und mit dem Bus eine Haltestelle weiter ins

Happiness Forgets

gefahren.
Wieder eine Bar im Basement eines Caf├ęs/Restaurants, freundliche Begr├╝├čung, ein Glas Wasser und die Karte. Gem├╝tliches Interieur, wenn auch recht eng bestuhlt bzw. behockert, angenehme Atmosph├Ąre.
Die Vollbartquote hinter der Theke lag diesmal ├╝brigens nur bei 33%, die anderen beiden Barkeeper trugen Schnurr- und Unterlippenb├Ąrte im Richelieu-Stil, ohne den Kinnbart.
Alle Moden kommen wieder...
Nicht lang gefackelt, wir hatten schlie├člich noch Programm, also einen

Perfect Storm

Rum, Honig, Zitrone, Ingwer, plum brandy
Gelungene Dark&Stormy Variante, ich glaube ohne Ingwerbier und trotzdem wohlschmeckend.
Mir eigentlich sogar besser schmeckend als mit Ingwerbier.
Und einen

Jerezana

 Manzanilla und Amontillado Sherry, Vermouth rot und wei├č, Vanillesirup, Orange bitters
Genau mein Ding, trockener aber nicht zu trockener Sherryaperitif mit Pfiff.
Beide Drinks £8,50. London ist doch gar nicht teuer, oder?

Fazit: Sehr empfehlenswert

Mir hat es so gut gefallen, dass das Nightjar fast auf der Kippe gestanden hatte, aber dankenswerterweise kam mit dem zweiten Wasser nachschenken auch ein dezentes "Last order, please". Jaja, Caf├ę oben macht zu. Aber nicht schlimm, zur├╝ck zum

Nightjar

Keine Schlange mehr, und nach der Pflichtminute warten (ohne Headsetkommunikation "Haben wir wirklich noch einen Tisch frei?" geht es halt nicht Smiley) hinein in die gute Stube.
F├╝r mich einen

Name of the Samurai
Nikka Whisky from the Barrel, Umeshu, Akashi Tai Sake, Popcorn Tea, Lime, Rice & Mirin Syrup and Smoked Sakura

Keine Ahnung was Sakura ist, erinnerte eher an Popcorn bzw. Reiscracker

Wow. Nach dem ersten Schluck sitzt man erstmal ein paar Minuten schweigend da, und fragt sich wie jemand auf so eine Mischung kommt. Und freut sich einer von den Menschen auf der Welt zu sein, dem es serviert wird.

Und
Tea in St James'
 
No. 3 Gin, Cold Mulled Cider, Bergamot Liqueur, Lemon, Honey, Grenadine and Cream Tea Foam

Die Damenwahl.
Hoppla! Danach ist man satt, der Drink ist eine Mahlzeit. Trotzdem verdammt gut aufeinander abgestimmte Aromen und zusammen mit der genialen Pr├Ąsentation und Deko ein Erlebnis. Ich war allerdings zufriedener mit meinem Samurai.



beide 12£ plus discretional service charge von 12,5%
Beide Drinks waren recht ├╝ppig, und wir waren ja vorher schon im Happiness Forgets, also waren wir so gegen halb eins durchaus aufbruchsbereit, da kommt doch die aufmerksame, weibliche Bedienung auf uns zu, und informiert uns dar├╝ber, dass sie demn├Ąchst schliessen w├╝rden und wir aber gerne noch eine Last Order aufgeben d├╝rften...
Alles in allem wieder ein fantastischer Abend im Nightjar, der Name of the Samurai war ein Brett.

Fazit: Einzigartig. Immer noch.



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« Antworten #110 am: 04. September 2015, 07:58:38 »

Sch├Âner Bericht, danke. Macht richtig Lust auf London, hoffentlich klappt es Anfang n├Ąchsten Jahres mal bei mir.

Zum "Sherbet": Ich k├Ânnte mir vorstellen, dass es sich dabei um das Sherbet handelt das David Wondrich in "Punch" beschreibt. Eine Grundmischung bestehend aus Zitrussaft, Zucker, ├ätherischen ├ľlen aus Zitrusschalen und Wasser. Ich w├╝rde das einfach als "Cordial" bezeichnen, allerdings hat England ja auch eine ganz andere Cordial-Kultur, da klingt das wahrscheinlich weniger fancy.
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« Antworten #111 am: 07. September 2015, 19:12:39 »

Sch├Âne Berichte ├╝ber offensichtlich gelungene Barbesuche, danke f├╝rs Teilen  Smiley
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« Antworten #112 am: 08. September 2015, 12:09:57 »

Die Erkl├Ąrung f├╝r das Sherbet klingt schl├╝ssig, so etwas wird es gewesen sein, danke!
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In vino veritas


« Antworten #113 am: 14. September 2015, 17:25:30 »

Moin, danke f├╝r den Bericht.

Ich fliege Freitag wieder f├╝r 3 Tage nach London.
Bis auf sonntags Happiness Forgets (keine Reservierung am Sonntag m├Âglich) haben wir noch nichts geplant.
Ich w├╝rde gerne in eine Hotelbar. Artesian war ich schon. Sonstige Empfehlung?
Gerne im Osten von London.
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TommyFantastik
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« Antworten #114 am: 17. Oktober 2015, 22:43:15 »

Ist zwar schon zu sp├Ąt bzgl. der Hotel-Bar, aber vielleicht hilft es beim n├Ąchsten Mal. Ich war k├╝rzlich in der Coburg Bar im Connaught. Tolle Atmosph├Ąre, top Service an der Bar, sehr aufmerksam, obwohl es ziemlich voll war.

Beim Reinkommen wurde gerade ein Platz an der Bar frei, also perfekte Sicht aufs Geschehen. Die Bar selbst ist abends gem├╝tlich d├╝ster beleuchtet, Einrichtung sehr klassisch, Preise gehobenes Niveau (16 Pfund pro Cocktail). Getrunken habe ich einen Sidecar und einen Corpse Reviver #2, beide in meinen Augen auf sehr hohem Niveau. Zwischendurch kam der Barkeeper ordentlich ins Schwitzen, weil ein Tisch reihenweise Sazeracs bestellte (glaube ich zumindest, ich wollte in dem Moment nicht mit dummen Fragen st├Âren), dazu gleichzeitig noch ein paar weitere Cocktails von anderen Tischen und dem Tresen. Erstaunlich wie der Barkeeper mal eben 2 G├Ąnge hochgeschaltet hat und dabei alles weiterhin strukturiert und konzentriert ablief. Insgesamt gesehen auf jeden Fall eine Empfehlung wert.


Eine Frage noch. Kennt hier jemand Salvatore's Bar im Playboy-Club in London? Jetzt nicht wegen der Bunnys  Augen rollen Der Chef, Salvatore Calabrese, ist ja kein Unbekannter und seinen Breakfast Martini findet man auf den Cocktailkarten von diversen Bars weltweit. Und die Vintage-Cocktails mit Originalzutaten aus den letzten Jahrhunderten klingen auch sehr interessant (sind aber leider unbezahlbar Grinsend ).
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Drambuster
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« Antworten #115 am: 31. Juli 2016, 22:15:37 »

London.
 Nightjar, oder doch eine von den anderen Bars, wie immer die Frage.

Diesmal mit klarer Antwort: Dreimal Nightjar, oder so ├Ąhnlich.
Also erst mal in das Original in der City Road. Keine Reservierung, weil keine Lust auf Musik, daher das ├╝bliche, recht kurze Warten vor der T├╝r. Dabei dem unglaublich geduldigem T├╝rsteher etwa 15mal Neuank├Âmmlinge mit denselben, dennoch freundlichen Worten auf eine Wartezeit unbekannter Dauer einstimmen zugeh├Ârt.

Dann Einlass in das geheiligte Untergeschoss, zwei junge Damen und ein junger Herr hinter dem gesch├Ąftigem Tresen.
 Ach ja, da war was: Marian Beke hat das Nightjar zu neuen Ufern, n├Ąmlich seinen eigenen, verlassen, und Luca Cinalli ist Barchef der neu aufgemachten Zweitlocation geworden.

Also flugs getestet, was das neue Team so kann: Einen Ward 8 (Bulleit Rye, Pickling Spices, Blood Orange Marmalade, Grenadine, Fresh Lemon and Cornichon Juice), und einen Breakfast of Champions (Courvoisier VSOP Exclusif, Roasted Barley Tea Infusion, Grappa Ruta, Amazaki Rice Paste, Iranian Date Syrup, Fresh Lemon, Yoghurt Crusta, Cornflake Smoke), 10 und 12 Pfund.

Da wie immer gut besucht leicht erh├Âhte Wartezeit auf die Drinks, was uns dank lustiger Leute an den Nachbartischen nicht allzu viel ausmachte, im B├╝ck-Dich-Raum nebenan (ein S├ępar├ęe mit etwas niedrigerer Deckenh├Âhe) aber zu Unmuts├Ąu├čerungen f├╝hrte.
Die Drinks makellos und mit fantastischen Aromen. Vielleicht ein bi├čchen zu viel Aromen, aber dazu sp├Ąter, bei den anderen Bars, mehr.

Fazit: Sehr empfehlenswert.
Immer noch, trotz neuem Team. Dennoch war es f├╝r mich nicht mehr ganz das Erlebnis von fr├╝her, leichte Defizite im Service, Drinks geschmacklich einen Tick ├╝berladen. Aber das ist wirklich in den Kr├╝meln suchen, ich kann jedem London-Besucher das Nightjar nur w├Ąrmstens empfehlen.


---


Nun aber in ÔÇ×Nightjar Nummer 2ÔÇť, die neue Bar von Marian Beke, das
Gibson

Coole kleine Bar, tats├Ąchlich mal oberirdisch und nicht im Keller, die noch vor kurzem eine italienische Osteria war. Nur etwa 10 Gehminuten vom Nightjar entfernt.
Marian hinter der Theke, mit deutlich sichtbaren dunklen Augenringen. Selbst├Ąndig sein ist nicht immer ein Zuckerschlecken.

Zu trinken gab's einen

Electric Earl
(Tanqueray No.10, Earl Grey liqueur, Electric bitters, Fresh
grapefruit, Lime, Tonic & citrus grass cordial (purple shiso,
eucalyptus, kukicha), Electrifying flower bud)
, 13Pfund

und

Pickled Banana Daiquiri
(Bacardi 8 a├▒os, Azuki bean liqueur, Banana chutney, Milk
oolong palm sugar, Young coconut water, Curry leaf, Fresh
lime, Gold coconut ice)
, 12Pfund


Der Electric Earl kommt in einem verdammt abgefahrenen Glas daher, das aussehen soll wie eine schlichte Lampe mit einer Gl├╝hbirne, und die elektrifizierende Bl├╝tenknospe ist der Lichtschalter.
Auf Nachfrage stellt sich diese als Sechuan Button heraus, was ich daher f├╝r eine Szechuanpfefferknospe hielt, ist aber wie ich jetzt wei├č eine Acmella oleracea  (f├╝r Cold Buttered Steve).
Die wir unbedingt, um die Zunge zu elektrifizieren, probieren sollten.

 Hmm. Ich war misstrauisch und hab nur mal kurz dran geschn├╝ffelt, meine Begleitung hingegen biss herzhaft darauf.
Was eine Paralyse der Zunge verursachte und f├╝r die n├Ąchste Viertelstunde keine weitere Fl├╝ssigkeitsaufnahme zulie├č.

H├╝bsch aussehende Deko, im Ergebnis aber nicht zielf├╝hrend...
Cocktail allerdings super.

Der Banana Daiquiri wird mit Bananenpulver (oder so), auf getrockneten Bananenschalen serviert, beides ohne L├Ąhmungserscheinungen essbar. Und der Drink sogar noch besser als der Earl.

Stimmungsvolle Location im drei├čiger Jahre-Stil, aufmerksame junge Dame aus der Slowakei als M├Ądchen f├╝r alles. Zwei-Mann/Frau-Betrieb, zumindest an dem Abend, er mixt, sie sp├╝lt, bedient, r├Ąumt ab und bereitet vor.

Fazit: Sehr empfehlenswert. Leichte Abz├╝ge in der B-Note f├╝r den Sechuan Button.

---

Fehlt noch ÔÇ×Nightjar Nummer 3ÔÇť, das neueste Projekt von Edmund und Rosie Weil, mit Luca Cinalli als Barmanager.

Das Oriole.


Adresse: East Poultry Lane.
 What? Tats├Ąchlich, es gibt sogar noch eine westliche Gefl├╝gelstrasse.

N├Ąmlich mitten im Smithfield Market, und wo fr├╝her in einer alten, unterirdischen, riesigen Kaschemme morgens um f├╝nf die Marktarbeiter ihr Full English mit einem Stout heruntergesp├╝lt haben, befindet sich heute eine im dezent asiatischem/polynesischem Stil eingerichtete Bar. Ungef├Ąhr dreimal gr├Â├čer als das Nightjar, mit einem Haufen Ozeanien-Kunsthandswerks-Dekoration, und einem eindrucksvollen Barstock mit allerlei selbst angesetzten Tinkturen.

Die Getr├Ąnke:

Cortez the Killer

(Don Julio Reposado; Balsamic vermouth; Agave tonka syrup.)

Seoul Sour

(Johnnie Walker Gold Reserve; Amaro Lucano; Korean BBQ Zinfandel; Lemon; Saponaria.)

Saponaria? Tats├Ąchlich, auf der Marmelade befanden sich Seifenkrautbl├╝tenst├Ąnde (oder irgendein anderer Teil der Pflanze, kenn mich da nicht so aus). Und roch auch so.
 Marmelade? Ja, auf dem Cocktail befand sich eine aus dem Rotwein und anderen Zutaten hergestellte Marmelade, bzw. Jam, durch die man den Drink mit dem Strohhalm trinken sollte.

Ich sage sollte, weil meine Frau tapfer die Marmelade inklusive Seifenbl├╝ten aufgegessen hat (sparsam halt, wird nix fortgeschmissen), was zu einem erstaunten Kommentar der Bedienung gef├╝hrt hat (ÔÇ×DAS hat noch niemand gegessen!ÔÇť). War ├╝brigens ein sehr nettes Berliner M├Ądel, die seit zwei Jahren in London lebt und ├╝ber Empfehlung durch andere Jobs in der Gastronomie im Oriole gelandet ist. Muss, um auf dem laufenden zu bleiben, immer die neuesten Cocktails probieren und die ganze Karte kennen, um sie erkl├Ąren zu k├Ânnen. Armes Ding... Smiley

Trotz des ganzen Brimboriums aber verdammt lecker, der Seoul Sour.

Mein Cortez war nicht ganz so ├╝berladen, wor├╝ber ich recht dankbar war, mit einer pfiffigen Essignote - was ich eigentlich nur im Salat mag, nicht jedoch im Cocktail -, war aber genau richtig getroffen.

Der Trend mit der ├╝ppigen Deko zog sich ├╝brigens durch die gesamte Karte, vom Nachbartisch (die aussahen wie die Gang von Harry und William, frisch aus dem Kensington Palace geschl├╝pft) kam ein erstauntes ÔÇ×there's food in my drink!ÔÇť, nachdem serviert wurde.



2x14 Pfund
2x5 Pfund Late Night Cover (f├╝r die Livemusik)
12,5% Service Charge 4,75Pfund
gesamt 42,75

Und noch ein kleiner Junggesellinnenabschied kostenlos.




Fazit: Sehr empfehlenswert.
Ohne Krittelei.



Insgesamt wieder einmal eine fantastische Londoner Bartour, m├╝sste ich w├Ąhlen welches der drei ÔÇ×NightjarsÔÇť das Beste ist, w├╝rde ich mich f├╝r das Oriole entscheiden. Hier hat der Gesamteindruck einfach rundum ├╝berzeugt.

Kleines Schlusswort: Wenn ich auch den Drang und den Zwang der Londoner Barszene sich selbst und andere zu ├╝bertrumpfen nachvollziehen kann, w├╝rde ich mir doch f├╝r die Zukunft etwas weniger Spielerei und ÔÇ×food in my drinkÔÇť w├╝nschen. Nicht, dass ich gar keine Experimente mehr sehen m├Âchte, aber momentan ist der Trend dezent overdone.

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« Antworten #116 am: 01. August 2016, 21:25:15 »

Danke f├╝r die sch├Ânen Berichte, lesen sich alle drei gut, freut mich f├╝r dich (euch)  Smiley
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« Antworten #117 am: 02. August 2016, 20:40:36 »

Danke Drambuster!
Deinem Schlusswort schlie├če ich mich vollends an.
Ich kann mir f├╝r mich pers├Ânlich schwer vorstellen, dass wenn ich in London leben w├╝rde, eine genannten Bar als "everyday-bar" haben w├╝rde. Auch wenn jede f├╝r sich grandios ist, bleibt es etwas au├čergew├Âhnliches.
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« Antworten #118 am: 03. August 2016, 22:57:21 »

Naja, als Everyday bar muss man sich diese Preise erstmal leisten k├Ânnen, wenn man denn das "everyday" w├Ârtlich nimmt Zwinkernd

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« Antworten #119 am: 04. August 2016, 19:38:13 »

Naja, als Everyday bar muss man sich diese Preise erstmal leisten k├Ânnen, wenn man denn das "everyday" w├Ârtlich nimmt Zwinkernd



Find die Cocktailspreise im Vergleich mit anderen Drinks ziemlich human, muss ich sagen.
F├╝r 9-10 Pfund bekommt man in vielen Londoner Bars Spitzendrinks.
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