Cocktails & Dreams - Coole Drinks für heiße Sommer
 

11. Dezember 2019, 16:35:53 *
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Autor Thema: Partyguide - Planung der perfekten Cocktailparty  (Gelesen 210671 mal)
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Jigger
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OMGITM


« Antworten #285 am: 29. Februar 2012, 22:12:22 »

Warum? Tea Time Martini trifft es schon ziemlich gut. Ist vielleicht kein Tee als Filler, aber gefĂ€llt bestimmt auch ein paar Leuten. Also danke  Zwinkernd

Auf Fizz und KohlensĂ€ure möcht ich allgemein verzichten, weil eine Tee Kanne die nicht hĂ€lt. Es gibt nur wie ĂŒblich ein paar Flaschen CrĂ©mant d’Alsace nebenher.

Mit dem großen Teebeutel kommt es fĂŒr mich wieder auf eine Infusion raus. Die kann ich auch in der Vorbereitung machen. Ich dachte eher an den Charme, dass jeder sein "TeepĂ€ckchen" so lange wie er möchte drin lassen kann, also wie ein richtiger Tee Smiley Aber ich weiß noch nicht ob sich der Aufwand dafĂŒr lohnt. Das check ich dann in ein paar Vorversuchen ab.

Danke fĂŒr die tolle Hilfe, wie immer  Smiley
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Kuglblitz
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Rob The Hat


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« Antworten #286 am: 14. Januar 2013, 12:15:14 »

Nachdem ich diesen Samstag eine Cocktailparty hatte (privat, 15 Personen), die, ohne mich selbst loben zu wollen, wirklich gut gelungen ist, hier meine Erfahrungen.

1. Motto:
Der Abend stand ganz im Zeichen der Speakeasys, also der illegalen FlĂŒsterkneipen wĂ€hrend der US-amerikanischen Prohibition (1919 – 1933). Die Barkarte beinhaltete 53 historische Drinks, darunter viele sonst kaum in Bars zu findende Originalrezepte aus den 20-ern und 30-ern wie den Burnt Fuselage, den Income Tax Cocktail oder den Satans Whiskers Cocktail.
Dresscode: 20-er und 30-er Jahre, mondÀne Eleganz

2. Barstock:
Der Barstock umfasst ca. 200 hochwertige Zutaten inkl. drei verschiedenen Champagnermarken. FĂŒr die Drinks wurden ca. 40 davon verwendet.

3. Barkarte siehe www.spoula.at/thehat/Cocktailkarte%20The%20Real%20Speakeasy.pdf

4. Programm:
20:00 Empfang mit Sherry, Port, alten französischen Weinaperitifs, Austern und Champagner
20:30 Eröffnung der Bar
22:00 PrÀsentation des Vienna Tweed Ride Silver Fizz
24:00 Zubereitung eines Blue Blazer (geworfen)
Open End
Davor gab es um 19: 00 Uhr fĂŒr alle Interessierte eine EinfĂŒhrung („Geschichte – Zutaten – Zubereitung“) in die klassische Cocktailkultur inkl. Verkostung (mit Anmeldung).

5. Finanzierung:
Unkostenbeitrag (15.- bis 25.- Euro) zur Abdeckung der Selbstkosten.

6. Sonstiges:
Garderobendienst im Foyer
Diskrete Umkleidemöglichkeit vor Ort
Tanzboden mit Swing, Bebop, Mambo, Cajun, American Roots Music etc.
Porter Beer & Stout
Kaffee, Tee, FruchtsÀfte
gemĂŒtliche Raucherlounge auf der Terrasse
2 Eintöpfe, am Nachmittag zubereitet (mit Fleisch und vegetarisch)

7. Vorbereitung:
drei Wochen zuvor: Terminabsprache, Einladungen ausschicken (mail, facebook), tel. Nachfrage, Hilfe sichern
zwei Wochen zuvor: Barkarte fertigstellen, Rezepte lernen, Internetbestellungen
Mo   Einkaufsliste schreiben
Di   Sirups kochen, Musikauswahl
Mi   WĂ€sche waschen, Nachbarn kontaktieren
Do   bĂŒgeln, putzen, Boden pflegen, Elektroinstallationen, bestellen (ZitrusfrĂŒchte), einkaufen (GlĂ€ser vor Ort)
Fr   Staubwischen, Raum umrĂ€umen, einkaufen (Frischware), Batterien aufladen, Brot bestellen
Sa   Arbeitsplatz herrichten, kochen, einkaufen (Brot), Party
So   Kater pflegen (Cola, Schwarztee, Gulaschsuppe), Abrechnung, Danksagung

Sehr wichtig war fĂŒr mich die strenge Einhaltung des Zeitplanes sowie die Organisation von verlĂ€sslicher Hilfe (2 Personen).
Diese half mir nicht nur beim kochen, sondern empfing auch die GÀste, organisierte die Garderobe und die GÀsteablage, fragte das Passwort ab (Scofflaw) und half mir vor Ort (Abwasch, GlÀser, Essen herrichten, Musik).
So konnte ich mich ganz um die Drinks kĂŒmmern, mit den GĂ€sten plaudern und schaffte es ohne Stress, den Zeitplan einzuhalten.

Das Fazit war eine tolle Party mit wirklich gelungenen Drinks, ebenso entspannter wie ausgelassener Stimmung und einem Gastgeber, der sich schon auf die nĂ€chste Party freut.  Smiley

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The Hat needs a good drink!
herb66
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« Antworten #287 am: 14. Januar 2013, 13:30:29 »

spongebob  Zwinkernd,  ÀÀÀh, nein, prohibition-bob  Cool
ich warte auf den crunch- und metal-bob  Teuflisch, obwohl mir da wieder die Garderobe fehlt  Huch
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realCOTO
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« Antworten #288 am: 14. Januar 2013, 13:32:23 »

Hi Kuglblitz!

Das hört sich nach einer eher aufwÀndigen, edlen aber dennoch coolen Party an.
Kannst Du noch was zur Location, den eingeladenen Leuten und zur Anzahl der verzehrten GetrĂ€nke (Cocktails aber auch Tee etc.) sagen und auch zur Art der Cocktails (Wie gut kommen denn (PrĂ€)Prohobitionsdrinks beim "gemeinen Fußvolk" so an? Was wurde gerne bestellt?)
Ich nehme an, die große Karte und der riesige Barstock waren nur mit den Hilfen und dank der doch ĂŒberschaubaren Anzahl an GĂ€sten zu bewerkstelligen. Richtig?

GrĂŒĂŸe
realCOTO
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Kuglblitz
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Rob The Hat


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« Antworten #289 am: 14. Januar 2013, 14:39:10 »

Die Location ist meine Privatwohnung (ca. 100mÂČ, wobei wir ca. 60mÂČ nutzten). Und außer auf- und umrĂ€umen habe ich da nicht viel geĂ€ndert.
Der Barstock ist der ĂŒbliche, der ĂŒber die Jahre einfach gewachsen ist. Nur die nötigen Mengen musste ich nachkaufen. Und die Karte zu lernen war insofern kein Problem, als ich praktisch alle Drinks daraus ja gut kenne und auch mit meinen Zutaten optimiert habe.

Da ich schon einige solche Themen-Cocktailpartys gemacht habe und manchmal auch bei Freunden helfe, sie zu organisieren, besitze ich schon etwas Erfahrung und Leute, die sich dafĂŒr interessieren. Zudem nahm ich diesen Sommer am Vienna Tweed Ride teil, wo ich viele nette Leute aus der Vintage-Szene kennengelernt habe, welche die alten Cocktails vielleicht nicht kennen, aber kennenlernen möchten.
So war auch die EinfĂŒhrung, wo ich u.a. aus dem Cocktailian-Buch zitiert habe und einen Old Fashioned und einen Aviation als Beispiele zubereitete, gut besucht.

Am besten gingen interessanterweise der Pisco Sour und der Hot Buttered Rum in einer persönlichen Adaption mit Rauchtee. Aber auch sonst kamen alle Drinks sehr gut an.
Wenn man ĂŒberzeugend arbeitet, authentische Quellen und gute Zutaten prĂ€sentiert, dann weckt man das echte Interesse. Und das ist immer eine schöne Voraussetzung fĂŒr eine offene Haltung neuen Dingen gegenĂŒber.

Hier die Liste:
Old Fashioned   1
Mother in Law   1
Whiskey Sour   2
Manhattan   1
Daiquiri   2
Sazerac   1
Aviation   3
White Lady   1
Pisco Sour   6
Absinthe Special Cocktail   1
   
Satans Whiskers Cocktail   1
Twelve Mile Limit   2
Cuba Libre   2
Dark & Stormy   2
   
Seelbach   3
Blue Blazer    1
Hot Buttered Rum   10
Vienna Tweed Ride Silber Fizz   2

Dazu kamen noch einige improvisierte Champagnerdrinks, eine schöne Kanne Darjeeling, ein paar Experimente mit Soda und Bitters fĂŒr eine schwangere Dame sowie ca. 10 Stout bzw. Porter beers.

Anbei ein Foto der zur Bar umfunktionierten KĂŒche:

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The Hat needs a good drink!
Kuglblitz
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Rob The Hat


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« Antworten #290 am: 14. Januar 2013, 14:45:53 »

Und weil ich doch ein bisschen stolz bin  Grinsend , hier ein Foto des Blue Blazer:

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« Antworten #291 am: 14. Januar 2013, 15:05:21 »

Danke fĂŒr die zusĂ€tzlichen Infos. Und zum Blue Blazer: Sehr cool!
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tk85
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« Antworten #292 am: 14. Januar 2013, 15:33:50 »

Bravo, hervorragend!
Ich wollte gerade nach Fotos fragen Zwinkernd
Aber:
Der Hut fehlt Traurig

Schöne Schilderung, schöne Drinks!
Hierzu bitte Details:
Vienna Tweed Ride Silber Fizz
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I do not believe in non-functional garnishes
Kuglblitz
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Rob The Hat


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« Antworten #293 am: 14. Januar 2013, 15:59:21 »

Dankeschön.  Azn

Ja, der Hut! Den hab' ich im Eifer des Gefechtes offensichtlich verloren.  Zwinkernd
Aber hier ist er.  Grinsend

Zum Vienna Tweed Ride Silver Fizz:
dieser ist meine Hommage an ein wirklich tolles Event in diesem Sommer, den Tweed Ride (www.youtube.com/watch?v=oW6_YNjQJHo), wo ich auch alles fĂŒr einen guten Gin & Tonic mitgenommen und serviert habe. Und da ein Silver Fizz sowohl erfrischend als auch elegant ist, habe ich mich mit Zutaten, die einen britischen Touch besitzen und zum Radfahren passen, etwas gespielt:

The Vienna Tweed Ride Silver Fizz
6cl London Dry Gin, z.B. Tanqueray 47,3% oder Beefeater 47%
1,5cl Zitronensaft frisch
1,5cl Limettensaft frisch
1,5cl Ingwersirup selbst gemacht
1,5cl Saint Germain Elderflower
1 Eiweiß
krÀftig shaken und auf frisches Eis in Fizzglas abseihen
mit etwas Soda aufgießen
Zitronenzeste

Beim Vienna Tweed Ride Special Silver Fizz wird das Soda durch Tonic Water ersetzt, Ingwersirup und Saint Germain jeweils nur 1cl.



Und hier die erstmalige Verkostung:

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mangomix
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« Antworten #294 am: 14. Januar 2013, 16:03:17 »

Klasse Party! Wie kommt man auf die GĂ€steliste? Zwinkernd

By the way, den Tipp, sich schon bei einer ĂŒberschaubaren GĂ€stezahl (15 sind ja fĂŒr eine "gewöhnliche Party nicht viele!) um eine Gastgeber-Hilfe zu bemĂŒhen, kann ich nur unterschreiben! Eine Handvoll Leute an der Hausbar finde ich noch ganz entspannt, aber drĂŒber komme ich kaum noch selbst mal dazu, einen Drink zu nehmen oder mich ausfĂŒhrlicher mit jemandem zu unterhalten, wenn ich mich um alles selbst kĂŒmmere. Schon zu Beginn einer grĂ¶ĂŸeren Party sind Helfer eine tolle Entlastung - man kann jeden persönlich begrĂŒĂŸen und auch mal ein wenig plaudern, die Helfer kĂŒmmern sich um Jacken und MĂ€ntel, sorgen fĂŒr den BegrĂŒĂŸungsdrink, und spĂ€ter fĂŒr Nachschub, Eis, legen Snacks nach, bauen das Essen auf, schauen mal nach der Musik, können ein Taxi rufen und sonst noch 1000 Dinge die auf einer Party so zu tun sind - und ganz wichtig gerade bei Cocktail-Partys: stĂ€ndig GlĂ€ser wegrĂ€umen und die SpĂŒlmaschine bestĂŒcken. Ich wĂŒrde als Faustregel pro 10 GĂ€ste 1 zusĂ€tzlichen Helfer einplanen, also bei 30 GĂ€sten mind. 3 Leute zusĂ€tzlich zum Gastgeber. Die sollen ja auch nicht permanent schuften sondern auch Spaß haben Zwinkernd
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"Which is the best way to drink a cocktail?" - "Quickly, while it's laughing at you!" (Harry Craddock)
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herb66
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« Antworten #295 am: 21. Januar 2013, 22:40:39 »

Wie kommt man auf die GĂ€steliste? Zwinkernd

mit dem flugzeug  Cool
quartiertipp gibts bei hannibal
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Hannibal
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« Antworten #296 am: 22. Januar 2013, 07:25:37 »

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Rob The Hat


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« Antworten #297 am: 22. Januar 2013, 20:07:46 »

Uj, seit damals gab's aber doch einen gewissen QualitĂ€tssprung.  Zwinkernd

Wobei: einer der schönsten Sachen an der Mixologie ist doch, dass man nie auslernt und sich immer als AnfĂ€nger fĂŒhlen darf. Mir geht's etwa so, seit ich Harry Johnson's Bartender Manual (1882) bekommen habe. Wieder ein ganz neuer Blick auf scheinbar Bekanntes. Großartig!
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« Antworten #298 am: 27. Mai 2014, 16:46:19 »

Hallo zusammen,

nachdem nun meine erste „grĂ¶ĂŸere“ Cocktailparty (15 Personen) vorbei ist, möchte ich auch kurz meine Erfahrungen kund tun bzw. erlĂ€utern was nicht so gut lief bzw. verbesserungswĂŒrdig war.

Das Ganze war eine Geburtstagsparty und kann sich in allen Belangen nicht im Entferntesten mit einer Party die Kuglblitz weiter oben veranstaltet hat messen.

Da ja schon ein Barstock vorhanden ist, war die theoretische Auswahl relativ groß, ich habe mich allerdings an die Tipps gehalten nur eine kleine Auswahl auf die Karte zu nehmen. Die Karte selbst hatte ich noch minimal grafisch verschönert und dann mehrfach auf den Tischen ausgelegt. Das hat super funktioniert und wĂŒrde ich sofort wieder machen.

Die Auswahl an Cocktails war eher orientiert an dem was die Leute aus den Bars kennen. Ich hatte ĂŒberlegt die Philosophie die ja gerade hier im Forum gelebt wird dort schon zu bringen, aber ich denke die Leute wollen eher Bekanntes.

Trotzdem habe ich es mir nicht nehmen lassen, dann wenigsten ein vernĂŒnftiges Rezept zu verwenden und auch bei den Spirituosen zumindest mal aus dem Mittelfeld. Es gab auch einige Nachfragen der Besucher warum denn jetzt nicht Baccardi, Pitu, Sierra etc. Dort habe ich zumindest etwas AufklĂ€rung betrieben.

Erfreulich war, dass der Renner des Abends keiner der bekannten Saftcocktails war, sondern der Rasberry Mojito aus dem Cocktailian. Also konnte ich zumindest etwas „gehobenere“ Cocktailkultur einfließen lassen, wenn auch nur minimal.

Was ich ebenfalls bestÀtigen kann, ist dass man sich nicht zu viel Gedanken machen sollte, ob man jetzt zu langsam etc. ist. Die meisten GÀste kennen sich nicht aus und haben daher einen ziemlichen Respekt vor jemanden, der sich da den ganzen Abend hin stellt.

Mein Arbeitsplatz war ein Tisch von einer Biertischgarnitur, allerdings die breitere Variante. So hatte ich genug Platz. In der Mitte hatte ich ein Holzbrett zum schneiden, rechts sortiert Sirups und Spirits. Links waren die GlĂ€ser und andere Kleinigkeiten. Auf einem Beistelltisch hatte ich eine alte KĂŒhltasche aus Styropor glaube ich, darin lagen die vorgefertigten EiswĂŒrfel und selbstgemachtes Crushed-Eis. Drum herum einige KĂŒhlakkus damit nichts schmilzt. Als Deko hatte ich auf der gesamten Front des Tisches leere Spirituosenflaschen.

Das erste Problem war die nicht vorhandene Möglichkeit zum spĂŒlen. Da ich nicht in der KĂŒche gearbeitet habe, sondern direkt neben den GĂ€sten die Bar aufgebaut hatte (um nicht den ganzen Abend in der KĂŒche zu stehen) musste ich sehr oft in die KĂŒche laufen um GlĂ€ser, Shaker und Jigger zu reinigen. Da ging eine Menge Zeit drauf.

Die Zeit selbst war auch mein grĂ¶ĂŸter eigener Kritikpunkt. Bedingt durch die nicht vorhandene Erfahrung und vermutlich nicht optimale Orga (spĂŒlen etc.) brauche ich in meinen Augen zu lange. Ich hatte den Abend ĂŒber ca. 30 Cocktails zu mixen und bin gefĂŒhlt kaum bei den GĂ€sten gesessen. Mal ehrlich: Die 30 Dinger hĂ€tten die meisten von euch in einer Stunde in Summe fertig gehabt.

ZusĂ€tzlich Zeit verloren habe ich an zwei weiteren Stellen. Da ich nicht wusste, was und wie viel getrunken wird, habe ich mich nicht getraut grĂ¶ĂŸere Mengen an Zitrone/Limette vorzupressen. Am Ende hab ich so viel Limettensaft gebraucht, dass ich stĂ€ndig mit der Presse (zeitaufwendig) hantieren musste. Hingegen hatte ich vor Beginn schon Limetten geviertelt um schneller beim Caipi zu sein. Blöd war, dass nur einer geordert wurde und somit alles an geviertelter Limette ĂŒbrig war. Die Himbeeren waren auch ein Problem. Ich hatte TK-Ware verwendet, aber da ich vermeiden wollte, dass die ganze Packung auftaut und ich sie damit nicht mehr einfrieren kann, hatte ich kleiner Portionen im Vorfeld angelegt. Nachdem der Mojito aber sehr gut lief musste ich mehrmals nachfĂŒllen.

ArbeitsgerĂ€te waren ok. Mir stehen drei Shaker (2x Dreiteiler, 1x Boston mit 6 GlĂ€sern) und zwei Jigger zur VerfĂŒgung. Einziges Manko wie oben beschrieben die mangelnde SpĂŒlmöglichkeit bzw. dass ich keine Hilfe hatte.

GlĂ€ser waren eng bemessen, ich hatte knapp ĂŒber 20 Stk. Mehr gibt die Wohnung aktuell nicht her. Theoretisch hĂ€tte ich noch 6 Tumbler und Cocktailschalen gehabt. DafĂŒr hatte ich aber keinen passenden Drink auf der Karte.

Fazit: Am Ende war ich froh dass es so geklappt hat, Die GĂ€ste waren (denke ich) sehr zufrieden und nur das zĂ€hlt. Wird nicht meine letzte Party dieser Art gewesen sein, nur möchte ich fĂŒr die Zukunft schneller und besser werden. Den Anspruch habe ich.

Tja so viel von mir. Ich hoffe die Wiederbelebung des Threads animiert auch noch andere Leute etwas zu schreiben. Evtl. hilft es auch anderen Leuten die wie ich erst am Anfang stehen. Schön wĂ€re natĂŒrlich auch sofern einige „alte Hasen“ den einen oder anderen Insidertipp hĂ€tten.

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Cold Buttered Steve
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« Antworten #299 am: 27. Mai 2014, 20:12:50 »

Danke fĂŒr den ausfĂŒhrlichen Bericht! Vielleicht ist ja wirklich ne richtige Cocktailparty das Instrument der Wahl um die eigenen Freunde zu "richtigen" Cocktails zu bekehren. Eine Frage bleibt: Was hat dich der Abend gekostet, bzw. hast du die Kosten ĂŒbertragen? Die Hausbar finanziere ich gerne, aber so eine Party mit 15 Personen (mit 30 Cocktails waren das aber sparsame Trinker) ist ja kein  Pappenstil mit den richtigen Spirituosen!

MfG Stiefel
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