Bin ja gerade erst aus der Schweiz wieder angekommen und jetzt zu faul alles nochmal zu schreiben, deswegen hier nur die Kopie aus meinen letzten Newsletter:
Zürich:
Ein absolutes Muss für jeden Liebhaber der gepflegten Barkultur ist die Kronenhalle
www.kronenhalle.com in der Rämistrasse 4, 8001 Zürich. Ein Raum ohnegleichen. Dunkelbraun geflammte Mahagonispanten bilden den Raum und kleiden ihn aus. Billardgrünes Tuch, dunkelgrünes Saffianleder, das Bänke und Wände überspannt. Rotgemaserter Marmor als Tischplatten auf Bronzeständern von Diego Giacometti. An den Wänden Bilder von Miró und Picasso, Tinguely und Klee. Die Kronenhalle-Bar ist ein Unikat. Ein kostbares Gelass für besondere Momente. Man kann aber dort auch im Restaurant sehr gepflegt essen.
Für mich kann ich als Highlight die Widder Bar Rennweg 7, 8001 Zürich,
www.widderhotel.ch nennen. Sie ist eine der besten Bars der Welt, auch in Bezug auf Whisky. Man kann dort auch noch spät essen und wer zu müde ist, checkt gleich ins Hotel ein. Man sollte sich aber für den Abend bei Markus Blattner unbedingt Zeit und das nötige Kleingeld gönnen.
Markus hat mich mit seinem Handwerk, was ich hier auch gerne als Kunst bezeichnen möchte, schwer beeindruckt. Seine Liebe zu guten Spirituosen die ich bekanntlicherweise mit ihm teile, hat seine Bar auch zu einem Mekka der Whiskyenthusiasten gemacht. Die zwei Martinicocktails, die ich bei ihm probieren durfte, waren aber auch Extraklasse.
Noch einen Leckerbissen der besonderen Art habe ich in Zürichs Boomviertel rund um die Langstrasse gefunden. Das Ganze nennt sich Das Haus und beherbergt neben einem grossen Jeansstore mit 12 verschiedenen Läden, einen Plattenladen für Raritäten auch ein Café. Das was mir aber am besten gefallen hat war Der Club. Eine Mischung aus dem Berliner B-Flat, coolem Jazzkeller und gemütlicher Lounge. In den Kellergewölben wurden mit sehr viel Aufwand eine Clublandschaft für Jazz-, Soul- und Funkverrückte installiert. Ich habe leider nur einen Abend dort verbringen können, aber die Open-Stage-Performance von verschiedenen Musikern und deren Stile in einer Jamsession hat mir sehr viel Freude bereitet. Eine Homepage gibt es dort nicht, das Publikum wird handverlesen (O-Ton vom Inhaber: wir wollen keine Teenischubse werden). Man muss also direkt hingehen und wer möchte kann kostenfrei Clubmitglied werden. (PS: ist keine Bar!)