Cocktails & Dreams - Coole Drinks fr heie Sommer
 

21. Mai 2013, 02:03:10 *
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Autor Thema: Mai Tai  (Gelesen 45270 mal)
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MartinC
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« Antworten #540 am: 12. Mrz 2012, 21:45:58 »

So meine Freunde  Lächelnd

Hab jetzt mal den so gemacht:

5     cl S&C
2     cl Limettensaft
1,5  cl MB Orange Curacau
0,75cl Monin Mandelsirup
0,75cl Monin Zuckersirup


Schmeckt ok, jedoch muss ich den Mandelsirupanteil deutlich verringern, schon bei 0,75cl dominiert das Mandelarmoa bereits neben dem Rum, und eig. wollte ich den eher im Hintergrund haben.

Werde es dann mal mit 0,5 cl versuchen  Smiley

Ansonsten guter Cocktail - süffig  Grinsend Grinsend


Frage: Gibt's ein Jigger der 0,5cl anzeigt?

Hallo,
so ähnlich mache ich meinen Mai Tai auch Zwinkernd nur mit 6 cl S&C. Hatte nie das Gefühl der Monin Mandelsirup würde den Drink dominieren. Inzwischen nehme ich Meneau Orgeat.

Der Jigger von Fackelmann hat eine Skala mit 0.2 cl Schritten Zwinkernd
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TigaLina
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« Antworten #541 am: 12. Mrz 2012, 22:02:18 »

Dass der Monin dominiert hat, kann natürlich auch an zu wenig Rum gelegen haben. Aber mit Meneau kannste (bei 6 cl) auch 1 cl Orgeat nehmen.

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mojitoo
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« Antworten #542 am: 12. Mrz 2012, 22:17:00 »

Aber mit Meneau kannste (bei 6 cl) auch 1 cl Orgeat nehmen.

thema orgeat:
seh ich genauso...pur verkostet schmeckt der meneau nicht so penetrant nach mandeln wie so manch anderer mandelsirup.

thema abmessen:
0,5 cl kann man ganz leicht abmessen...allerdings haben viele menschen probleme mit konischen jiggern...da hilft es auf einen eher zylindrischen körper umzusteigen....da ist rein optisch die hälfte von 1 cl wirklich die hälfte von 1 cl Grinsend
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mojitoo
HBJonas
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« Antworten #543 am: 12. Mrz 2012, 22:19:48 »

Da ich keinen Jigger momentan habe, benutze ich ein zylinderförmiges Schnapsglas, dass 2cl und 4cl anzeigt, somit kann ich die Hälfte recht genau abmessen, und bei 75cl kann man auch nocht gut abmessen  Lächelnd
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TigaLina
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« Antworten #544 am: 12. Mrz 2012, 22:20:30 »

Mein Barlöffel misst genau 0,5 cl, aber Vorsicht, klappt wohl nicht bei allen so ganz genau!
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tk85
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« Antworten #545 am: 13. Mrz 2012, 09:30:57 »

Der Barstuff-Jigger ist genial!
Perfekt wäre er aber mit 6 statt 5 cl, dann könnte man US-Drinks einfach schneller machen.
2oz sind so immer recht schwierig, oder halt doppelte Arbeit...
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Marler
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« Antworten #546 am: 13. Mrz 2012, 11:42:23 »

Jetzt wird es zwar ziemlich OT, aber als Hinweis für tk85:

Junsas empfiehlt bei solchen Volumenangaben den Oxo Mini Angled Measuring Cup ([gibts auch noch ne ganze Ecke günstiger). Leider nur schwierig in Deutschland erhältlich.
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tk85
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« Antworten #547 am: 13. Mrz 2012, 12:00:32 »

Ja, die Robert Hess Dinger sind schon schön, naja zumindest praktisch, aber wie du sagst:
1. schwer zu kriegen
2. zu off-topic

Um wieder etwas back2topic zu kommen:

Ob sich der Caballero im Mai Tai machen würde?
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Homer78
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« Antworten #548 am: 13. Mrz 2012, 12:05:29 »

http://www.saltandpepper.co.uk/cook_shop/Kitchen+Scales+and+Measures/Measuring+Jugs/2160 da habe ich meine her
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bro_ker
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« Antworten #549 am: 22. April 2012, 18:21:54 »

Ich habe gerade einen Mai Tai mit dem LPS 2nd Release vor mir stehen. Insgesamt halte ich diese Komposition für stimmiger und runder als einen Mai Tai mit dem Smith & Cross.

Bei der Purverkostung ist mir das Bananenaroma des LPS sehr stark aufgefallen. Außerdem bleibt der geschmackliche Eindruck tatsächlich sehr lange im Mundraum.
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« Antworten #550 am: 23. April 2012, 21:22:23 »

Ich bin hier noch eine Rückmeldung schuldig, nachdem ihr mir als Anfänger einige Tips zum Mai Tai gegeben und meine Fragen dazu so nutzbringend und freundlich beantwortet habt.


Punkt 1 - Orgeat

Dem lapidaren Ratschlag, es einfach zu probieren, bin ich gefolgt und habe mein Orgeat mit Mandelmus hergestellt. Ich habe testweise nur eine kleine Menge hergestellt und dazu folgendes verwendet:

75gMandelmus (Alnatura/dm)
~150mlWasser
~150gZucker
2clOrangenblütenwasser (Cosmoveda/Bioladen)
0.5clRosenblütenwasser (Cosmoveda/Bioladen)

Wasser & Mandelmus kurz aufgekocht, abkühlen gelassen, durchs Küchentuch gepresst, nochmals erhitzt, Zucker zugegeben, zuletzt die Hydrolate zugefügt. Erfahrungen: Die Schweinerei mit dem Küchentuch (und das war es wirklich) hätte ich mir wohl auch sparen können. Das Mus besteht aus aus so fein gemahlenen Mandeln, daß die durch das Tuch zurückgehaltene Mandelmasse schlichtweg beliebig ist, der andere Teil geht einfach mit durchs Küchentuch. Das macht das Orgeat reich an Schwebstoffen (was mich nicht sonderlich stört, für den ein oder anderen Verwendungszweck wird freilich eine evtl. irritierende Trübung entstehen). Geschmacklich ist es jedoch gut - es schmeckt halt richtig nach Mandeln wobei die Intensität gegenüber gekaufter Aromablörre (à la Monin etc.) deutlich zurücksteht. In der Flasche sieht es etwas komisch aus, da es sich entmischt.


Punkt 2 - Spirituosen

Von den mir empfohlenen Rums gab es genau keinen in den ganzen von mir dazu aufgesuchten Läden. Ich mußte daher leider online bestellen und habe dann einen Smith & Cross Rum gekauft. Nachdem ich den Rum hatte, habe ich natürlich bemerkt, daß ich noch einen Marie Brizard Orange Curacao brauche aber nicht habe und ich mußte noch mal in die Läden. Selbstverständlich - ihr ahnt es bereits - gab es keinen. Ich wollte nun aber nicht schon wieder dieser Flasche wegen online bestellen. Darum mußte ich einen Ersatz verwenden, wofür prinzipiell nur Cointreau und Grand Marnier in Frage kamen. Ich habe mich für den Cointreau entschieden.


Punkt 3 - Mai Tai

Als Rezeptequelle habe ich mir zum Geburtstag den Cocktailian schenken lassen. Ein in vielerlei Hinsicht wirklich gutes Buch. Das Mai-Tai-Rezept ist aber etwas anders als man es z.B. hier in der Rezeptedatenbank findet (ich rede jetzt vom Trader-Vic-Mai-Tai) und ich wußte, daß mein Mandelsirup nicht so eine durchdringende Aromabombe ist. Daher habe ich mich nicht ganz daran gehalten. Als Rezept habe ich verwendet:

6clRum
1.5clCointreau
2.5clLimettensaft
1clOrgeat
0.75clZuckersirup (1:1)

Da mir klar war, daß der Cocktail das stärkste von mir je konsumierte alkohöllische Getränk werden würde, habe ich das Eis auf welches ich geshaked hatte gleich mit ins Glas gegeben (Stilbruch?). Eigentlich soll wohl noch die Limettenhälfte rein, doch gibt es bei uns keine unbehandelten Limetten zu kaufen und als ich das gelesen habe, lag die Limette eh schon im Müll.


Punkt 4 - Fazit

So Freunde der Nacht, das Ding hat mich zugegebenermaßen ganz schön aus den Socken gehauen. Ich weiß, daß ich Alkohol schlecht vertrage, mir ein Cocktail genug ist usw. Vielleicht kam auch noch die Tagesform dazu - doch den folgenden Tag habe ich mich gefühlt als hätte ich viel mehr getrunken. Der Sonntag als Testtag war nicht so ideal. Naja.

Geschmacklich war es für mich ok, aber ich hatte mir mehr erhofft. Ich vermute mal das vielleicht etwas Fruchtigkeit gefehlt hat, der Mai Tai ist wohl schon von sich aus eher herb und der Cointreau verstärkt das wahrscheinlich eher noch. Die Süß-Sauer-Balance hat gepaßt. Die Mandelaromen waren im Abgang zu schmecken, doch werde ich den Anteil das nächste Mal noch etwas steigern. Evtl. läßt sich sogar die komplette Süße durch den Mandelsirup abdecken (mit meinem Orgeat).

Meiner Freundin war der Mai Tai auch geschmacklich zu stark. Einig waren wir uns hingegen darüber, daß wir nächstes Mal einen Minzezweig mitshaken. Als Cocktail-Anfänger (und bisher Daiquiri-Weichei) und Wenigtrinker würde ich den Mai Tai aktuell zumindest als Herausforderung einstufen.

Für euch sind meine Erfahrungen vielleicht nicht sehr hilfreich, denn ich kenne keinerlei Vergleich was Rum-, Orangenlikör- sowie Orgeatsorten angeht und hatte noch nie vorher einen Mai Tai getrunken, aber nachdem ihr so hilfsbereit wart, wollte ich euch einfach wissen lassen in welche Richtung meine ersten Mai-Tai-Schritte gegangen sind.

Gruß,

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TigaLina
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« Antworten #551 am: 24. April 2012, 09:13:41 »

Ich bin hier noch eine Rückmeldung schuldig, nachdem ihr mir als Anfänger einige Tips zum Mai Tai gegeben und meine Fragen dazu so nutzbringend und freundlich beantwortet habt.

Naja, schuldig nicht... aber es ist schön, wenn tatsächlich mal Rückmeldungen kommen, wie bestimmt Dinge geklappt haben. In vielen Fällen sieht man die Leute ja nicht wieder, die hier nur einmalig einen Tipp wollten. Daher freut es einen dann schon zu sehen, was aus Tipps und Ideen letztlich geworden ist.

Punkt 3 - Mai Tai

Als Rezeptequelle habe ich mir zum Geburtstag den Cocktailian schenken lassen. Ein in vielerlei Hinsicht wirklich gutes Buch. Das Mai-Tai-Rezept ist aber etwas anders als man es z.B. hier in der Rezeptedatenbank findet (ich rede jetzt vom Trader-Vic-Mai-Tai) und ich wußte, daß mein Mandelsirup nicht so eine durchdringende Aromabombe ist. Daher habe ich mich nicht ganz daran gehalten. Als Rezept habe ich verwendet:

6clRum
1.5clCointreau
2.5clLimettensaft
1clOrgeat
0.75clZuckersirup (1:1)

Da mir klar war, daß der Cocktail das stärkste von mir je konsumierte alkohöllische Getränk werden würde, habe ich das Eis auf welches ich geshaked hatte gleich mit ins Glas gegeben (Stilbruch?).

In meinen Augen zunächst einmal alles okay so, auch die Abwandelung des Rezepts. Ich empfinde den Anteil an Limettensaft im Cocktailian als zu hoch.
Das mit dem Stilbruch ist streitbar. Einige lehnen es komplett ab, andere halten es bei Drinks dieser Art genauso. Meiner Meinung nach ist der Smith & Cross ein Rum, der diese Verwässerung sehr gut verträgt. Und: man möge mich korrigieren, aber ich meine mich daran zu erinnern, dass auch der Smith & Cross Mai Tai im Le Lion direkt aus dem Shaker ins Glas gegeben wird, ohne dass der Drink auf frisches Eis abgeseiht wird. Im Original wurde der Drink auch nicht auf frischem Eis serviert.

Punkt 4 - Fazit

Geschmacklich war es für mich ok, aber ich hatte mir mehr erhofft. Ich vermute mal das vielleicht etwas Fruchtigkeit gefehlt hat, der Mai Tai ist wohl schon von sich aus eher herb und der Cointreau verstärkt das wahrscheinlich eher noch. Die Süß-Sauer-Balance hat gepaßt. Die Mandelaromen waren im Abgang zu schmecken, doch werde ich den Anteil das nächste Mal noch etwas steigern. Evtl. läßt sich sogar die komplette Süße durch den Mandelsirup abdecken (mit meinem Orgeat).

Meiner Freundin war der Mai Tai auch geschmacklich zu stark. Einig waren wir uns hingegen darüber, daß wir nächstes Mal einen Minzezweig mitshaken. Als Cocktail-Anfänger (und bisher Daiquiri-Weichei) und Wenigtrinker würde ich den Mai Tai aktuell zumindest als Herausforderung einstufen.

Cointreau war hier in der Tat die falsche Wahl. Ich könnte mir vorstellen, dass der Marie Brizard dich mehr überzeugt hätte. Fruchtig wie ein SotB ist ein Mai Tai nach dem Rezept natürlich nie, aber unbedingt herb würde ich ihn auch nicht nennen. Der MB Orange Curacao bringt einfach eine schöne Fruchtigkeit mit. Und S&C ist nicht gerade eine Fruchtbombe... Der braucht imho die Frucht des Curacao insbesondere. Da kamen dann zwei Dinge zusammen.
Zum Ersetzen des Zuckers durch Orgeat: das ist gefährlich! Erhöhe den Mandelanteil lieber schrittweise. Ich fand die Mandelnote früher auch oft zu seicht, habe dann mal mehr genommen und es war dann auch schnell zu viel. Wenn das Orgeat zu stark durchkommt schmeckts nicht mehr.

Für euch sind meine Erfahrungen vielleicht nicht sehr hilfreich, denn ich kenne keinerlei Vergleich was Rum-, Orangenlikör- sowie Orgeatsorten angeht und hatte noch nie vorher einen Mai Tai getrunken, aber nachdem ihr so hilfsbereit wart, wollte ich euch einfach wissen lassen in welche Richtung meine ersten Mai-Tai-Schritte gegangen sind.

Ganz im Gegenteil! Deine ausführliche Rückmeldung hilft dabei, zukünftig noch treffendere Tipps zu geben. Smith & Cross scheint als Erst-Rum im Mai Tai wirklich too much zu sein. Vllt. gefällt er dir besser mit Marie Brizard, aber es bestätigt dann doch eher all jene, die erstmal zu Appleton und Robinson tendieren. Gib ihn nicht gleich auf, du kommst sicher noch auf ihn zurück.

Probiere beim zweiten Versuch folgendes:

5 cl Smith & Cross
1,5 cl Marie Brizard Orange Curacao
2,25 cl Limette
1 cl Orgeat
0,75 cl Zucker

Durch reduzierten S&C kommt das Orgeat u.U. schon besser durch. Der MB macht den Drink fruchtiger und die gesamte Alkoholische Wucht wird auch etwas abgemildert. Das könnte so schon viel eher deins sein. Smiley

Beste Grüße,
TigaLina
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Semyon
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« Antworten #552 am: 24. April 2012, 09:50:49 »

@Visa: Vielen Dank für diesen schönen, ausführlichen Bericht!


Da mir klar war, daß der Cocktail das stärkste von mir je konsumierte alkohöllische Getränk werden würde, habe ich das Eis auf welches ich geshaked hatte gleich mit ins Glas gegeben (Stilbruch?).

Jein. Zwar gehört es zum kleinen Einmaleins des Barkeepers, das Zubereitungseis nicht mit ins Gästeglas zu geben. Bei Tiki-Drinks wird von dieser Regel aber recht häufig eine Ausnahme gemacht.


In der Tat ist gerade bei hochalkoholischen Drinks (und der Mai Tai zählt definitiv dazu, insbesondere, wenn er mit einem Overproof-Rum gemacht wird) eine ordentliche Verwässerung nicht nur geduldet, sondern unbedingt erforderlich. Wenn man den Drink lange mit vielen doppelt gefrorenen Eiswürfeln schüttelt, ist er nach dem Shaken schon so kalt, dass er (direkt) nach dem Abseihen ins Crushed Ice nicht nennenswert verwässert. Die Folge ist ein starkalkoholischer, eiskalter Drink, dem die Balance fehlt.


Um eine ordentliche Verwässerung hinzubekommen, kann man deshalb in der Tat das Shaking-Eis mit ins Gästeglas geben, oder aber - diese Variante würde ich bevorzugen - man verfährt wie oben beschrieben und läßt den Drink einfach eine zeitlang (10 Minuten vielleicht) im Gästeglas stehen, bevor man ihn serviert oder trinkt. Dann ist er, dank der großen Menge Crushed Ice, immer noch eiskalt, aber es hat sich schon genügend Schmelzwasser gebildet, um eine homogene Mischung zu gewährleisten.


Das Thema Verwässerung ist wahrscheinlich was für einen eigenen Thread.


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(Ian Burrel)
tomdoe2701
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« Antworten #553 am: 24. April 2012, 14:12:06 »

Bei Tiki-Drinks wird von dieser Regel aber recht häufig eine Ausnahme gemacht.

Ja, im Tiki-Bereich wird häufiger mit crushed ice beim Shaken oder mit Blender gearbeitet, wobei das Eis mit ins Glas gegeben und ggf. nur mit frischem Eis aufgefüllt wird.
In den Rezepten von Beachbum Berry z.B. wird oft dezidiert angegeben, wie und mit welcher Menge Eis der Drink gemacht werden soll. 
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« Antworten #554 am: 24. April 2012, 19:26:30 »

Schön. Ich freue mich über die weiteren Empfehlungen und hoffe natürlich, mein Ergebnis so noch optimieren zu können.

Cointreau war hier in der Tat die falsche Wahl. Ich könnte mir vorstellen, dass der Marie Brizard dich mehr überzeugt hätte. Fruchtig wie ein SotB ist ein Mai Tai nach dem Rezept natürlich nie, aber unbedingt herb würde ich ihn auch nicht nennen. Der MB Orange Curacao bringt einfach eine schöne Fruchtigkeit mit. Und S&C ist nicht gerade eine Fruchtbombe... Der braucht imho die Frucht des Curacao insbesondere. Da kamen dann zwei Dinge zusammen.

Wenn ich die Gelegenheit habe den Orange Curacao zu bekommen, werde ich das sicherlich ausprobieren. Dazu habe ich noch eine Frage: Sind die verschiedenfarbigen Curacaos vom Geschmack her gleich (gleicher Hersteller mal vorausgesetzt) oder muß es der orangefarbene sein?

Noch eine zweite Frage - ausgehend von meinem vorhandenen Bestand: Wäre denn der Grand Marnier noch besser geeignet gewesen als der Cointreau? Und könnte ich für die Fruchtigkeit evtl. eine kleine Zugabe eines anderen Likörs versuchen, ohne den prinzipiellen Charakter des Mai Tai auf den Kopf zu stellen? Ich habe nur eine sehr begrenzte Auswahl an zielgerichtet gekauften Flaschen - vielleicht am ehesten passend hätte ich da Maraschino-Likör und Apricot Brandy zu Hause. Wäre es einen Versuch wert davon, sagen wir mal 1 cl dazu zu mischen oder ist das reichlich abwegig?
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