Cocktails & Dreams - Coole Drinks für heiße Sommer
 

19. Mai 2013, 03:07:47 *
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Autor Thema: Cocktails für Freunde - Geld nehmen?!  (Gelesen 9739 mal)
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drum-drum
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« Antworten #150 am: 20. Februar 2013, 17:54:02 »

Kommt die Variante " Reden mit Freunden " für dich nicht in Frage?
Wäre für mich erste Wahl wenn ich vor diesem Problem stehen würde,
bevor ich's irgendwo in eine Karte schreibe,
wo es für mich Privat einfach auch nicht reingehört.

Klar werden die Kosten kommuniziert. Wer das nicht bei seinen Freunden ansprechen würde, wäre etwas eigenartig. Ich will mit dem Hinweis eher nur folgende 2 Probleme aus dem Weg schaffen, welche an einem lustigen Abend die Laune drücken könnten.

Fall 1: Mehrfach eine neue Person dabei, jedes mal neu erklären. Einfacher ist es da, ich stelle irgendwo mein Schwein hin und sage: "Würde mich freuen am Ende des Abend ein paar Euro von jedem für die Spirituosen im Schwein wiederzufinden". Weitere Angaben und Hinweise zu "Richtpreisen" dann in der Karte dezent plaziert.

Fall 2: Dauernd irgendwelche Nachfragen: "Tim, was kostet ein Whisky Sour? ...Tim, was schulde ich dir für einen Gin Tonic und einen Pisco Sour?" ... Wäre es da nicht einfach irgendwo in der Karte steht da ein Hinweis zu und jeder wirft für einen Sour 2,50 Euro und für einen Longdrink 2 Euro ins Schweinchen?


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Mixael
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Ich bin gerührt, von einem Martini.


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« Antworten #151 am: 20. Februar 2013, 17:58:07 »

Das meine ich gar nicht.
Nur wenn es die letzten male eben nicht gereicht hat und du draufzahlst, sprich es doch einfach an.
Dann wird am Ende vielleicht jeder nochmal nen 10er statt nen 5 er ins schweinerl schmeißen und schon passt es wieder  Zwinkernd

Das mit den Preisen in der Karte würde bei mir als Gast eher die Laune trüben.
 

Lieber nen 20er pauschal reinwerfen als 11,70 nach Karte!
« Letzte Änderung: 20. Februar 2013, 18:05:08 von Mixael » Gespeichert

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drum-drum
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« Antworten #152 am: 20. Februar 2013, 18:05:37 »

Ich denke du machst dir einfach ziemlich arg nen Kopf.
Ich mein, wenn du soviel Verlust machst und nicht auf deine Freunde direkt zugehen möchtest, solltest du vielleicht einfach seltener solche Abende machen.
Wir betreiben das Hobby ja alle aus Passion, da sollte schon klar sein, dass einige Euro auf der Strecke bleiben.
Wenn du gerne und oft mixen willst, schau doch mal ob du für  1-2 Abende in der Woche hinter eine Bar stehen kannst.


Hehe, ne das ich mal etwas im Minus lande ist mir an sich egal. Wenn ich bei denen bin trinke ich ja auch mal das ein oder andere Bierchen ohne dafür zu zahlen. Wäre ja auch komisch, wenn man unter Freunden alles cent-genau abrechnet. Nur das Dauer-Minus, kombiniert mit dem eigenen Gefühl zuviel zu "verlangen" gefällt mir nicht.

Ich finde es persönlich etwas unangenehm am Abend um Betrag X als Futter für das Schweinchen zu bitten ohne zu wissen, ob denn auch soviel getrunken wird. Und einige Freunde fragen des öfteren nach, was ich denn für Ausgaben hatte. Ob das so wirklich in Ordnung sei... ich sage jaja und am Ende werfen die doch noch etwas ins Schwein.

Da finde ich es für mich entspannter und für die Freunde und Kollegen fairer, wenn irgendwo zum nachlesen kommuniziert wird, welcher Warenwert in etwa wo drin steckt. Ob einer der gerade etwas klamm bei Kasse ist weniger reinsteckt, aber dafür beim nächsten mal ein paar geile Snacks mitbringt oder aber ob einer deutlich mehr reinsteckt und ich ihm zum nachmixen noch das Rezept mitgebe ist mir dabei völlig Latte.


Aber hinter ner Bar stehen würde ich hin und wieder ganz gerne. Mal sehen ob da in naher Zukunft was kommt.
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« Antworten #153 am: 20. Februar 2013, 18:07:24 »

Lieber nen 20er pauschal reinwerfen als 11,70 nach Karte!

Ich stimme dir zu aber... den wenigsten ist bekannt was gute Spirituosen kosten. Gerade bei unerfahrenen 'Supermarkt-Trinkern' wird das eher ein 5er.
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drum-drum
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« Antworten #154 am: 20. Februar 2013, 18:12:25 »

Das meine ich gar nicht.
Nur wenn es die letzten male eben nicht gereicht hat und du draufzahlst, sprich es doch einfach an.
Dann wird am Ende vielleicht jeder noch mal nen 10er statt nen 5 er ins schweinerl schmeißen und schon passt es wieder  Zwinkernd

Das mit den Preisen in der Karte würde bei mir als Gast eher die Laune trüben.
 

Lieber nen 20er pauschal reinwerfen als 11,70 nach Karte!

Habe dich schon verstanden. Ich will halt nur dauerhaft irgendwo einen Richtwert stehen haben, den ich nicht jedesmal neu kommunizieren muss. Bei Themenabenden mit festem Betrag kein Problem, aber wenn an einem normalen Abend nur mal ein paar Drinks getrunken werden... Der eine rechnet mit 1,50 für einen Drink und wirft für seinen Daiquiri und Mai Tai 3 Euro ins Glas. Der andere hat 2 Whisky Sour getrunken und wirft nen 10er rein, weil er denkt in einer Bar kostet es mich 7 bis 8 Euro...

Naja, ich hätte halt irgendwas wo sich die Freunde nach richten können ohne dauernd Nachfragen zu bekommen oder dauernd was kommunizieren zu müssen.

Aber ich glaube ich mache mir da wirklich zuviele Gedanken.
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« Antworten #155 am: 20. Februar 2013, 18:16:56 »

Lieber nen 20er pauschal reinwerfen als 11,70 nach Karte!

Ich stimme dir zu aber... den wenigsten ist bekannt was gute Spirituosen kosten. Gerade bei unerfahrenen 'Supermarkt-Trinkern' wird das eher ein 5er.

Du triffst den Kern des Problems. Selbst ich habe die Unkosten ja immer viel zu gering eingeschätzt.

Und der eine wirft dann zuwenig rein, weil er die Produkte und Preise nicht kennt. Und selbst wenn er sie kennt, will ich ihm nicht die Arbeit aufbürgen klamm heimlich einmal runter rechnen zu müssen, was seine 6cl Rum im Drink gerade kosten.
Doch der andere hat gar keine Ahnung von dem was da reinkommt in den Drink und denkt sich: "In der Stadt haue ich am Abend 40 Euro raus, dann gebe ich zumindest mal 20." Und das obwohl der Kollege nur einige günstige Gin-Tonic getrunken hat.
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« Antworten #156 am: 25. Februar 2013, 20:06:59 »


Zu 1.: Kalkulation:
Hier würde ich gerne für mich persönlich mal die Drinks bis auf den letzten Cent durchkalkulieren. Das ich das später nicht so auf die Cocktailkarte schreibe, sondern grob ab- oder aufrunde ist selbstverständlich.

Hat hier schon irgendwer mal schon ermittelt was was kostet?

Klar, Spirituosenpreise auf 5cl runterrechnen ist nicht gemeint, sondern...
--> was kostet uns 1cl Zitronen oder Limettensaft?
--> Wie viel Zentiliter Saft kommen aus Zitrone und Limette im Schnitt
--> Sind Bitters im Cocktail bereits im Centbereich oder nur ein Bruchteil davon (will ich nur für mich wissen)
--> Was kostet mich (für den Strom) eigentlich die Eisproduktion? (will ich nur für mich wissen)
--> Was kostet mich eigentlich ein Spülmaschinenlauf? (will ich nur für mich wissen)
--> Was habe ich sonst noch an Kosten? ... Trinkhalme, Servierten, Deko (Cocktailkirschen, Zesten, Trockenfrüchte, Schwund...)


Für die Berechnung von Cocktailpreisen gibt es ne schöne Excel-Tabelle von Jeffrey Morgenthaler (wurde evtl. auch schon mal hier irgendwo gepostet):
http://www.jeffreymorgenthaler.com/2011/how-to-price-a-cocktail-menu/

Die ist hilfreich, liefert Dir aber nicht die Kosten für die "Nebensachen", die Du gerne hättest.
Bei Zitronen und Limettensaft kommt es natürlich auf Deine Einkaufspreise an. Bei Limetten rechne ich im Schnitt mit 3cl pro Limette, wenn sie aus dem Supermarkt kommen wahrscheinlich eher noch etwas weniger. Bei Zitrone finde ich es fast schwieriger, weil die in Form und Ergiebigkeit noch stärker schwanken als Limetten. Kauf Dir 10, press sie aus, rechne den Durchschnitt aus.

Bitters lassen sich in der Excel-Tabelle leicht berechnen. Wenn Du die vorhandenen Dash-Löcher (Angostura oder Peychaud's) benutzt, ist die durchschnittliche Dash-Größe (laut Don Lee) ca. 0,6 ml. Bei japanischen Dashbottles sind es ca. 0,25ml pro Dash. Die Infos hab ich aus meiner Erinnerung von einem Vortrag auf dem BCB2011. Leider finde ich sie nicht online, um sie zu verifizieren.

Eisproduktion und Spülmaschine sind recht aufwändig zu ermitteln. Vielleicht bietet zumindest die Spülmaschine im Datenblatt Anhaltspunkte (Strom- und Wasserverbrauch pro Spülgang oder sowas)? Über die Energieeffizienzklasse müsste auch eine Annäherung möglich sein.

Für die Eisproduktion müsstest Du wohl ein Leistungsmessgerät besorgen (gibt's z.B. beim Energieversorger zum Ausleihen), dann die Leistungsaufnahme im Normalbetrieb und beim Eismachen messen. Die Differenz ist Dein Stromverbrauch für Eis. Plus ein gewisser Betrag quasi als Abschreibung für den Kühlschrank Zwinkernd

Sonstige Kosten kannst Du in der Excel-Tabelle im Prinzip auch einfach einbauen.

5. Variante: Ich schreibe hinter die Cocktails und zu den Kategorien GAR KEINE Preise. Ich schreibe lediglich auf der ersten Seite der Cocktailkarte ein paar einleitende Worte wo ich auch auf den Rahmen der Unkosten hinweise und ein paar Beispiele gebe... Longdrinks und aufgefizztes 1,50 bis 2 Euro ... Sours 2,50 Euro ... Tiki-Drinks 3 bis 4 Euro ... Klassische Cocktails .... --> Gefällt mir bisher noch am besten, doch habe ich hier das Gefühl, dass ich meinen Freunden nicht genügend Einblick in die waren Kosten gewähre und nicht genügend differenziere. So kann es passieren, dass sie desöfteren zuviel reinwerfen.



Bin mir sehr unsicher, wie ich es handhaben möchte. War ist eure aktuelle Variante? Und was haltet ihr von meiner 5. Variante als Grundidee?


Meine Erfahrung aus verschiedenen Kartengestaltungen, allerdings im öffentlichen Bareinsatz, ist, dass Leute die Begleittexte nicht lesen. Diejenigen, die es tun, sind sich der Feinheiten der Trinkkultur und auch der entsprechenden Preise bewusst und brauchen diesbezüglich keine Hinweise. Die anderen wollen einfach den Eindruck haben, alles ist so wie sie meinen, dass es sein muss. "Hauptsache billig und knallt". Insofern halte ich persönlich die Variante 5 für schön aber wenig hilfreich Zwinkernd
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