Cocktails & Dreams - Coole Drinks für heiße Sommer
 

10. Dezember 2019, 00:26:04 *
Willkommen Gast. Bitte einloggen oder registrieren.

Einloggen mit Benutzername, Passwort und Sitzungslänge
News: FĂŒr Feedback zu den C&D Previews braucht Ihr Zugang im geschlossenen Bereich im Forum - dazu bei talex melden! Bitte E-Mail an talex@barfish.de schicken mit Eurem Forumsnamen, Danke!!
 
   Übersicht   Hilfe Suche Einloggen Registrieren Chat  
Seiten: [1] 2 3 4   Nach unten
  Drucken  
Autor Thema: "Schwierige" Cocktails  (Gelesen 15614 mal)
0 Mitglieder und 1 Gast betrachten dieses Thema.
Kuglblitz
SMF God
*****
Offline Offline

Beiträge: 693



AktivitÀt (Posts):
0%

Rob The Hat


WWW
« am: 08. Dezember 2010, 23:59:41 »

Ich denke, fast jede/r hier kennt das Problem: da hat man ordentliche Zutaten, ein gutes Rezept, und dennoch will der Cocktail am Ende nicht rundum gelungen schmecken.

Oder man bestellt einen Klassiker in einer guten Bar und ist eigentlich nie wirklich zufrieden, etwa, weil man es selber besser kann oder schlicht, weil das gÀngige Rezept falsch ist.


Zu ersteren zĂ€hle ich fĂŒr mich ganz vorne den Mai Tai, an dem ich mir schon lange die ZĂ€hne ausbeiße und der in seiner Forderung nach perfekter Balance von Rum-Aromen, SĂ€ure, SĂŒĂŸe, AnklĂ€ngen von Mandel und Orange fĂŒr mich zu den schwersten Cocktails ĂŒberhaupt zĂ€hlt.

Im Mai Tai offenbart sich aber zugleich mein grundsĂ€tzliches Problem mit Sours, denn wirklich die optimale Balance zwischen sĂŒĂŸen und sauren Komponenten zu finden ist fĂŒr mich Ă€hnlich schwer wie eine Sauce Hollandaise frisch zuzubereiten.
Wahrscheinlich macht auch bei den Sours erst die Übung den Meister.  Zwinkernd


Was die in Bars gemixten Cocktails betrifft, so ist mein "schwieriger" Drink der Manhattan. Ich kenne kaum eine Bar, welche diesen Standard wirklich gut zubereiten kann, sei es aus Mangel an ordentlichen Zutaten, sei es an mangelnder Kenntnis der Zubereitung.
Da lobe ich immerhin meinen eigenen glasklaren Manhatten mit Wild Turkey 101, Punt e Mes und ein bisschen Bitter. Vielleicht nicht das Optimum, aber doch besser als die Pantsche mir CC und MR.  Schweigend

Was sind eure "schwierigen" Drinks?
Und wie kann ich mein Sour-Problem lösen?
Gespeichert

The Hat needs a good drink!
Hannibal
Development
SMF God
******
Offline Offline

Beiträge: 6.303



AktivitÀt (Posts):
0%

« Antworten #1 am: 09. Dezember 2010, 07:25:28 »

Im Mai Tai offenbart sich aber zugleich mein grundsĂ€tzliches Problem mit Sours, denn wirklich die optimale Balance zwischen sĂŒĂŸen und sauren Komponenten zu finden ist fĂŒr mich Ă€hnlich schwer wie eine Sauce Hollandaise frisch zuzubereiten.
Wahrscheinlich macht auch bei den Sours erst die Übung den Meister.  Zwinkernd

Probier doch mal nen einfachen Sour (vil nen Rum Sour mit Old Monk o.Ă€.), dann versuchst du dich mal heranzutasten.
Beim Herantasten sollte man immer nur eine Zutat verĂ€ndern, sonst weiß man nicht woran man ist bei einer VerĂ€nderung.
Ich wĂŒrde erstmal vorschlagen, die sĂŒĂŸe erstmal festzulegen und dann die SĂ€ure anzupassen.
Wenns dir zu sĂŒĂŸ oder zu trocken war, dann versuchst du folgendes mit etwas mehr oder weniger Zucker:
Zuerst Rum ins Mixglas, vil so 5 cl, dazu sagen wir mal 1cl Limette und 1,5cl Zuckersirup als Minimalmenge.
Ich nehm meist bei 5cl Spirituose 1,5 cl von beidem.
Jetzt nimmst du den Barlöffel in die Hand und rĂŒhrst kurz um und probierst.

Passt die SĂ€ure?
Wenn ja, auf Eis schĂŒtteln und in ein Cocktailspitz abseihen.
Wenn nein, in 0,25 cl Schritten Limette hinzufĂŒgen und wieder SĂ€ure prĂŒfen.

Das dauert ein bisschen, bis man es heraus hat.
Man kann auch ohne Spirituose diese versuchen, das funktioniert auch, aber dann hat man kein GefĂŒhl, wie das dann zu der Spirituose passt und der Geschmack ist auch sehr einseitig.
Hat alles Vor- und Nachteile.
Gespeichert
OliverBeckmann
Full Member
***
Offline Offline

Beiträge: 278



AktivitÀt (Posts):
0%

« Antworten #2 am: 09. Dezember 2010, 09:55:39 »

Beim abschmecken kommt es auch sehr auf die Tagesform an. Wenn du vor dem probieren des Drinks z.B. schon Alkohol getrunken hast, ist der Geschmack gerade in der Balance sĂŒĂŸ-sauer evtl. schon ganz anders als wenn du gerade etwas scharfes oder salziges oder vielleicht auch den ganzen Tag fast nichts gegessen hast.

Ansonsten wĂŒrde ich auch sagen, mach es wie Hannibal schon beschrieben hat, viel probieren, ist halt eben sehr Zeitaufwendig fĂŒr "mal eben", aber das Ergebnis sollte dann am besten sein.
Gespeichert
Mixael
Development
SMF God
******
Offline Offline

Beiträge: 4.027



AktivitÀt (Posts):
0%

Ich bin gerĂŒhrt, von einem Martini.


WWW
« Antworten #3 am: 09. Dezember 2010, 10:11:10 »

Beim abschmecken kommt es auch sehr auf die Tagesform an. Wenn du vor dem probieren des Drinks z.B. schon Alkohol getrunken hast, ist der Geschmack gerade in der Balance sĂŒĂŸ-sauer evtl. schon ganz anders als wenn du gerade etwas scharfes oder salziges oder vielleicht auch den ganzen Tag fast nichts gegessen hast.

dazu kommt noch das Zitronen und Limetten nicht immer den selben SĂ€uregehalt haben, je lĂ€nger Sie liegen desto mehr sĂŒĂŸe setzt sich auch frei etc., deswegen kann man sich da auch nicht festlegen mit einem bestimmten VerhĂ€ltnis, da bleibt nur das ungefĂ€hre VerhĂ€ltnis und abschmecken.
Gespeichert

"Kein Tropfen geht verloren von dem, was Weise trinken!"Friedrich Martin von Bodenstedt
"Wodka macht aus allen Menschen Russen."Iwan Rebroff
crackone
Development
SMF God
******
Offline Offline

Beiträge: 10.346



AktivitÀt (Posts):
0%


WWW
« Antworten #4 am: 09. Dezember 2010, 10:22:44 »

Ich schmecke die sĂŒĂŸ-sauer-Basis eines Drinks auch immer ab. Danach kann man auch nach Belieben die Spirituose dazugeben - der Drink wird zwar krĂ€ftiger oder milder, aber immer balanciert bleiben (Ausnahmen bilden natĂŒrlich Spirituosen, die eine gewisse SĂŒĂŸe mitbringen wie zB im PX-Fass gereifte Brandys oder Rums).

Ein fĂŒr mich wirklich schwieriger Drink ist der Aviation. Gin muss mE klar im Vordergrund stehen, die gesamte Basis in die sĂ€uerliche Richtung schlagen, dabei aber nicht richtig sauer sein und Maraschino und Violette sind beides so intensiv-aromatische Zutaten, dass ein Schuss zu viel den Drink zerstört.
« Letzte Änderung: 09. Dezember 2010, 13:43:33 von crackone » Gespeichert

Trinklaune.de - Denken. Schmecken. Genießen.

Nichts auf der Welt spricht gegen Gratis-Champagner
Hannibal
Development
SMF God
******
Offline Offline

Beiträge: 6.303



AktivitÀt (Posts):
0%

« Antworten #5 am: 09. Dezember 2010, 10:27:17 »

Abschmecken ist Vorraussetzung, allerdings mit der Erfahrung ist man auch schneller und intuitiver in der Lage die Balance herzustellen.
Gespeichert
OliverBeckmann
Full Member
***
Offline Offline

Beiträge: 278



AktivitÀt (Posts):
0%

« Antworten #6 am: 09. Dezember 2010, 10:37:24 »

Da hast du recht, je öfter man das macht, je schneller bekommt man den Dreh raus. Viel Arbeit ist es allemal, aber wenn es dann passt um so besser  Zwinkernd
Gespeichert
cgmix
Full Member
***
Offline Offline

Beiträge: 132



AktivitÀt (Posts):
0%

Tja, was ist wohl mein Haus-Gin? ^-^


« Antworten #7 am: 11. Dezember 2010, 13:53:45 »

Ich hab ein Problem mit dem B52! Egal wie vorsichig ich Tia Mara, Baileys und Stroh-Rum (80 vol.%) schichte, vermischt sich irgendwas. Ich bin kurz davor, mir einen Pousse Cafe-Löffel zu kaufen. (So einen mit einer Metallplatte unten.)
Aber Pousse Cafes sind ja auch eigentlich sehr schwierige Drinks. Kann mir jemand sagen, wie man Pousse Cafes ohne Spezial-Löffel am besten schichte. Über die LöffelrĂŒckseite bleibt er bei mit nicht auf dem Stiel.  Ärgerlich
Gespeichert

Cocktail Wars 1 - Eine sprittige Bedrohung
Cocktail Wars 2 - Angriff der Mixologen
Cocktail Wars 3 - Die Rache von Bacardi
Cocktail Wars 4 - Eine flĂŒssige KĂŒche
Cocktail Wars 5 - Gorbatschow schlĂ€gt zurĂŒck
Cocktail Wars 6 - Die RĂŒckkehr der Frische
>:-D
shatesaul
Development
Full Member
******
Offline Offline

Beiträge: 160



AktivitÀt (Posts):
0%
"Wer glaubt, er hat einen Kater, hat keinen Kater"


« Antworten #8 am: 11. Dezember 2010, 14:01:05 »

Also B52 ist sehr leicht mach ich bei der Arbeit ohne Löffel und nur mitn Ausgießer am Rand des Glases...
Bei den anderen musst du nur aufpassen das du nicht zu schnell eingießt und die zutaten mit der grĂ¶ĂŸten dichte nach unten kommen.... Also erst das mit wenig % und viel Zucker... Dann sollte sich auch ncihts vermischen...
Gespeichert
Arikael
Development
SMF God
******
Offline Offline

Beiträge: 1.338



AktivitÀt (Posts):
0%

Heavy Metal Pirate


WWW
« Antworten #9 am: 11. Dezember 2010, 15:07:56 »

Ich finde den Pegu Club und den normalen Old Fashioned schwierig. Bringe da leider noch keine konstante QualitÀt hin.
Gespeichert

a cocktail-blog from switzerland

Wollt ihr das totale Sieb?
Tiki-wise
Development
SMF God
******
Offline Offline

Beiträge: 1.615



AktivitÀt (Posts):
0%


« Antworten #10 am: 11. Dezember 2010, 16:19:39 »

Ich stimme dir beim Old Fashioned zu. Der Drink ist von Spirituose zu Spirituose sehr individuell zu kreieren. Insbesondere, wenn es sich um Cask-Strength-Geschichten handelt.
Gespeichert

Kuglblitz
SMF God
*****
Offline Offline

Beiträge: 693



AktivitÀt (Posts):
0%

Rob The Hat


WWW
« Antworten #11 am: 13. Dezember 2010, 22:39:30 »

Wenns dir zu sĂŒĂŸ oder zu trocken war, dann versuchst du folgendes mit etwas mehr oder weniger Zucker:
Zuerst Rum ins Mixglas, vil so 5 cl, dazu sagen wir mal 1cl Limette und 1,5cl Zuckersirup als Minimalmenge.
Ich nehm meist bei 5cl Spirituose 1,5 cl von beidem.
Jetzt nimmst du den Barlöffel in die Hand und rĂŒhrst kurz um und probierst.

Passt die SĂ€ure?
Wenn ja, auf Eis schĂŒtteln und in ein Cocktailspitz abseihen.
Wenn nein, in 0,25 cl Schritten Limette hinzufĂŒgen und wieder SĂ€ure prĂŒfen.

Das dauert ein bisschen, bis man es heraus hat.

Da hÀtte ich eine Frage zum messen und zum abseihen.

Wie messe ich kleine Mengen (0,25 cl) ab? Das sind im Jigger ja kaum messbare GrĂ¶ĂŸen.

Und wie schmecke ich geschĂŒttelte Drinks ab? Denn nach dem SchĂŒtteln ist der Cocktail ja an sich fertig. Eine weitere (gleiche) Zutat bedeutet neues schĂŒtteln und damit doch verwĂ€sserung, oder?

Wie gesagt, eine schwierige Sache diese Sours.  Unentschlossen

Aber eine echte Herausforderung.   Ärgerlich Zwinkernd
Gespeichert

The Hat needs a good drink!
Milchplus
SMF God
*****
Offline Offline

Beiträge: 900



AktivitÀt (Posts):
0%


« Antworten #12 am: 13. Dezember 2010, 22:58:42 »

Wie messe ich kleine Mengen (0,25 cl) ab? Das sind im Jigger ja kaum messbare GrĂ¶ĂŸen.

Zeit fĂŒr einen neuen Jigger...  Zwinkernd
Es lohnt sich, einen mit 0,2cl-Skala anzuschaffen!


Und wie schmecke ich geschĂŒttelte Drinks ab? Denn nach dem SchĂŒtteln ist der Cocktail ja an sich fertig. Eine weitere (gleiche) Zutat bedeutet neues schĂŒtteln und damit doch verwĂ€sserung, oder?

Bei Hannibals Kommentar ging es ja schon um geschĂŒttelte Drinks:
Vor dem SchĂŒtteln unter RĂŒhren und ohne Eis abschmecken.
Gespeichert

Ex-ternes Forumsmitglied, Wacholder-Ex-Tremist und Auf-Ex-Trinker
Hannibal
Development
SMF God
******
Offline Offline

Beiträge: 6.303



AktivitÀt (Posts):
0%

« Antworten #13 am: 14. Dezember 2010, 06:59:04 »

!
Gespeichert
mimesot
Sr. Member
****
Offline Offline

Beiträge: 481



AktivitÀt (Posts):
0%

« Antworten #14 am: 21. Dezember 2010, 12:33:15 »

Ich finde auch, dass der Old Fashioned die interessanteste Herausforderung ist, weil man ihn wie gesagt fĂŒr jede Spirituose neu balancieren muss. Einen  OF mit Buffalo Trace kann ich schon recht gut, aber bei allen anderen hab ich bloß eine Liste an Dingen, die ich beim nĂ€csten mal anders machen will. Letzter OF war ein Tequila-Reposado OF und natĂŒrlich hab ich mich mit dem Agavendicksaft verschĂ€tzt.


Wo bekommt man so einen geilen Jiggger mit 0,2cl-Abstufung her?
Gespeichert
Seiten: [1] 2 3 4   Nach oben
  Drucken  
 
Gehe zu:  

Powered by SMF 1.1.11 | SMF © 2006-2009, Simple Machines LLC