Cocktails & Dreams - Coole Drinks für heiße Sommer
 

23. Mai 2013, 10:30:29 *
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Autor Thema: Haltbarkeit geöffneter Spirituosen - Lösungsansätze  (Gelesen 4656 mal)
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mimesot
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« Antworten #105 am: 12. Februar 2011, 23:33:02 »

[klugscheißmodus]

So haben zum beispiel die Moleküle (gerechnet ohne Wechselwirkung) in einer 50°C heißen Substanz im Mittel 0,04 eV (Elektronvolt, eine sehr kleine Energieeinheit). Die Photonen des sichtbaren Lichts (~750...380nm) haben energie von ~1,7...3,3 eV. Ferner ist in Sonnenstrahlung auch Ultraviolettstralung enthalten, welche im bereich von ~380...200nm relevant ist. Die Obergrenze ergibt sich, weil jegliches kurzwelligeres UV-Licht vom Luftsauerstoff unter der bildung von Ozon absorbiert wird. Bei 200nm haben die Lichtteilchen eine Energie von 6,2 eV. Erfreulicherweise ist Fensterglas für kurzwelligere UV-Anteile undurchlässig, die Flasche druchdringt daher fast nur Licht mit <3,9 eV.

Damit unsere Spirituose schaden nimmt müssen darin chemische Reaktionen ablaufen. Chemische Reaktionen finden üblicherweise zwischen im Bereich zwischen 1 und 10 eV statt, somit kann das sichtbare Licht bereits einen schlechten Einfluss auf die Spirituose haben.

Üblicherweise halten die Getränke bei indirekter Beleuchtung in Innenräumen dieser Einwirkung jedoch so lange statt, dass sich ein schädlicher Einfluss hierdurch oftmals erst nach vielen Jahren bemerkbar macht.

[/klugscheißmodus]
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« Antworten #106 am: 13. Februar 2011, 10:02:36 »

Achtung, achtung!!! Dieser Thread enthält eine nicht geringe Menge an gefährlichen Halbwarheiten in den jüngeren Posts.
Irgendwie fühl ich mich angesprochen Grinsend schon deshalb da ich nur versucht habe den Effekt energiereicher UV-Strahlung auf die menschliche Haut insb. die Zell-DNA, analog auf Schnapps um zu legen.
Ich hoffe die Erleuchtung durch dich erfolgt noch.
Danke für das klugscheißen mimesot.
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Alchemyst
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Messen, mischen, rühren wird zum ...... führen


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« Antworten #107 am: 13. Februar 2011, 14:54:27 »

Ich liebe diese hochkomplexen Spezialisten Diskussionen, die mir den Begriff Cocktailnerd sehr sympathisch machen.
Nur diesem Forum gelingt es, auch die feinsten Einzelheiten des Spirituosen- und Barmetiers zu durchdringen.   L&#228;chelnd
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Mimesots Rechenbeispiel
Damit unsere Spirituose schaden nimmt müssen darin chemische Reaktionen ablaufen. Chemische Reaktionen finden üblicherweise zwischen im Bereich zwischen 1 und 10 eV statt, somit kann das sichtbare Licht bereits einen schlechten Einfluss auf die Spirituose haben.
Üblicherweise halten die Getränke bei indirekter Beleuchtung in Innenräumen dieser Einwirkung jedoch so lange statt, dass sich ein schädlicher Einfluss hierdurch oftmals erst nach vielen Jahren bemerkbar macht.
führt uns somit wieder zurück zu lupullus praktischen Ratschlägen:
Generell kann man sagen: Flaschen vor längerer direkter Sonneneinstrahlung schützen; Flaschen vor unnötiger Wärmezufuhr schützen (nicht auf die Heizung/Kühlschrank/etc. stellen); Flaschen Reserve im Keller aufbewahren (wenn man sicher gehen will und der Keller nicht Hochwassergefährdet ist); Flaschen nicht in sogenannte Barbutler hängen (hat nichts oder nur indirekt mit Strahlung zu tun).
LED-Beleuchtung sollte überhaupt kein Problem sein. Es sei denn, du stellst fest, dass deine Flaschen irgendwo warm werden.
und damit ist meiner Ansicht nach das Wesentliche gesagt.
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Ein Drink ist kein willkürliches Zusammenschütten von beliebigen Zutaten. -
In einem Drink steckt sehr viel mehr Kulturgut als in einem bloßen Getränk - [Gonçalo de Sousa Monteiro]

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« Antworten #108 am: 14. Februar 2011, 08:35:12 »

War doch schon vorher klar, oder? Zwinkernd
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Der Schüttelbecher ist das Instrument des Virtuosen, dessen Kunst sich in der Poesie des Trankes zeigt. - Hans Krönlein -
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« Antworten #109 am: 14. Februar 2011, 10:48:04 »

War doch schon vorher klar, oder? Zwinkernd

Mir schon...  Grinsend
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« Antworten #110 am: 12. Mai 2012, 19:41:24 »

Ein sehr interessantes Thema, das mich soeben schon etwas in Panik versetzt hat.  Grinsend
Generell habe ich eigentlich bisher keine besonders teuren oder exklusiven Spirituosen hier, dennoch wäre es sehr ärgerlich wenn ich da etwas entsorgen müssen. Die Flasche Noilly Prat, die hier seit einem Jahr ungekühlt steht, kann ich aber grade noch so verkraften. Zwinkernd
Nun habe ich hier auch von dem Wine Taste Saver gelesen, und für 9 € die Dose scheint das schon ganz vernünftig zu sein.

Nun aber mal eine praktische Frage:
Ich habe 4 Gins hier: Gordon's zum vermixen, Bombay Sapphire, Hendrick's und Tanqueray  für Drinks, bei denen der Gin eine entschiedene Rolle spielt. Nun ist es aber so, dass ich natürlich nicht jeden Tag oder jede Woche einen Gin Tonic trinke, weshalb es vorkommen kann, dass so eine Flasche schonmal über längere Zeit unangetastet rumsteht. Mein kompletter barstock ist dunkel und bei Zimmertemperatur gelagert. Lohnt es sich, hier auf den Wine Taste Saver zurückzugreifen?

Zudem bin ich ein großer Freund von Kreuterlikören und Aperitifs - von 16 % bis 40 % ist da alles dabei. Lohnt sich hier die Anwendung des Wine Taste Savers?

Bitte entschuldigt dass meine Frage vielleicht nicht sonderlich konstruktiv ist, ich habe nur grade etwas Angst, dass mein barstock ungenießbar wird - dass man leichte Geschmacksveränderungen nicht grundsätzlich verhindern kann, ist mir klar. Zwinkernd
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Hannibal
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« Antworten #111 am: 12. Mai 2012, 20:02:12 »

Gin ist unproblematisch.
Weinaperitife konserviere ich immer mit dem WineTasteSaver, bei normalem Wein hab ich nicht so gute Erfahrungen gemacht (oxidiert dann plötzlich ganz schnell wenn man die Flasche wieder öffnet.
Spirituosen allgemein unproblematischer. Habe da noch kein Langzeittest gemacht.
Wenn hilft es bei wertvollen, gelagerten Spirituosen.
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