Cocktails & Dreams - Coole Drinks fŘr hei▀e Sommer
 

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Autor Thema: Rechtliche Aspekte von Buch-Nachmix-Blogs  (Gelesen 9277 mal)
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Alsterwasser
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« am: 21. Oktober 2012, 19:32:45 »

Ich finde Blogprojekte, die sich einem konkreten Buch widmen, immer sehr spannend. Bestes Beispiel ist nat├╝rlich http://savoystomp.com/ wo das Savoy Cocktail Book nachgemixt wird. Hier im Forum hat david123 seine Interpretation des "Boozehound" gepostet, allerdings nicht in einem eigenen Blog.

So etwas w├╝rde ich auch gern machen. Wei├č jemand, was man - rechtlich gesehen - beachten muss? Klar, man sollte den Author/Verleger im Voraus kontaktieren. Schlie├člich werden Rezepte damit ├Âffentlich und kostenlos zur Verf├╝gung gestellt. Aber sonst? Hat jemand Erfahrungen?

Mir geht es speziell um zwei m├Âgliche Projekte: einmal als Einstieg die Official Cocktails von iba-world.com, und falls ich das durchziehe, vielleicht sp├Ąter das PDT Cocktail Book.
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dadid123
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« Antworten #1 am: 21. Oktober 2012, 19:48:01 »

Ich finde Blogprojekte, die sich einem konkreten Buch widmen, immer sehr spannend. Bestes Beispiel ist nat├╝rlich http://savoystomp.com/ wo das Savoy Cocktail Book nachgemixt wird. Hier im Forum hat david123 seine Interpretation des "Boozehound" gepostet, allerdings nicht in einem eigenen Blog.

So etwas w├╝rde ich auch gern machen. Wei├č jemand, was man - rechtlich gesehen - beachten muss? Klar, man sollte den Author/Verleger im Voraus kontaktieren. Schlie├člich werden Rezepte damit ├Âffentlich und kostenlos zur Verf├╝gung gestellt. Aber sonst? Hat jemand Erfahrungen?

Mir geht es speziell um zwei m├Âgliche Projekte: einmal als Einstieg die Official Cocktails von iba-world.com, und falls ich das durchziehe, vielleicht sp├Ąter das PDT Cocktail Book.

w├╝rde mich auch interessieren, darf ich ├╝berhaupt Textpassagen aus einem Buch mit Quellennachweis so abschreiben wie ich das z. B. im Thread "zuletzt gemixter Drink" gerade mache?
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Resist the temptation to buy inexpensive liquor. Charles H. Baker Jr.
Tiki-wise
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« Antworten #2 am: 21. Oktober 2012, 19:48:23 »

Vielleicht hilft das weiter...

http://www.unverbissen-vegetarisch.de/2010/12/gibt-es-ein-urheberrecht-auf-rezepte/

In meinen Blog mixe ich auch nach. Ich sehe darin kein Problem, sofern du nicht das "Drumherum" kopierst.
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joerg.meyer
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« Antworten #3 am: 22. Oktober 2012, 07:47:06 »

Ich finde Blogprojekte, die sich einem konkreten Buch widmen, immer sehr spannend. Bestes Beispiel ist nat├╝rlich http://savoystomp.com/ wo das Savoy Cocktail Book nachgemixt wird. Hier im Forum hat david123 seine Interpretation des "Boozehound" gepostet, allerdings nicht in einem eigenen Blog.

So etwas w├╝rde ich auch gern machen. Wei├č jemand, was man - rechtlich gesehen - beachten muss? Klar, man sollte den Author/Verleiger im Voraus kontaktieren. Schlie├člich werden Rezepte damit ├Âffentlich und kostenlos zur Verf├╝gung gestellt. Aber sonst? Hat jemand Erfahrungen?

Mir geht es speziell um zwei m├Âgliche Projekte: einmal als Einstieg die Official Cocktails von iba-world.com, und falls ich das durchziehe, vielleicht sp├Ąter das PDT Cocktail Book.

w├╝rde mich auch interessieren, darf ich ├╝berhaupt Textpassagen aus einem Buch mit Quellennachweis so abschreiben wie ich das z. B. im Thread "zuletzt gemixter Drink" gerade mache?

So gerne ich die boozehound beitr├Ąge lese finde ich das komplette ver├Âffentlichen der Rezepte mit textpassagen nicht angebracht. Ein "Anregen" zum Buchkauf durch diskussion wird sicherlich keinen Autor st├Âren, aber eine Ver├Âffentlichung wie Sie hier stattfindet, selbst sollte sie "rechtens" sein, ist f├╝r meinen Geschmack zuviel des Guten. Rezeptbesprechungen als solches finde ich sehr interessant - der Umfang sollte "├╝berdacht" werden.

Gru├č

J├Ârg Meyer
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Alchemyst
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Messen, mischen, r├╝hren wird zum ... f├╝hren


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« Antworten #4 am: 22. Oktober 2012, 10:59:21 »

Ich sehe einen grunds├Ątzlichen Unterschied darin, ob man ein altes historisches Rezeptbuch durch-buch-stabiert oder ein relativ neues Produkt.
Bedient man bei dem einen kulinarische Historie, kommt man beim zweiten einem/mehreren  lebenden Autoren und ihrer Leistung in die Quere...

Ein Frage des guten Geschmack wie auch die Frage
"Sollte man in einem "barfish Forum" links zu anderen Anbietern setzen?"

Tiki-wise hat alles gesagt:
Rezepte nachzumixen ist kein Problem, aber die gedankliche/redaktionelle Aufarbeitung sollte nicht kopiert werden.
So schafft man unter Umst├Ąnden einen Werbeeffekt f├╝r das Buch, wahrt aber eine inhaltliche Distanz, sodass der Buchkauf weiterhin sinnvoll sein kann.
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Ein Drink ist kein willk├╝rliches Zusammensch├╝tten von beliebigen Zutaten. In einem Drink steckt sehr viel mehr Kulturgut als in einem blo├čen Getr├Ąnk  [Gon├žalo de Sousa Monteiro]   -   "Got Ice?" Because a cocktail without ice is just warm booze with juice!
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RikeW
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« Antworten #5 am: 22. Oktober 2012, 11:37:48 »

Das sollte kein Problem sein, so lange man nicht as ganze Buch nachmixt. Im Rahmen von (journalistischer) Berichterstattung ist es in Ordnung, einige Zeilen aus einem Buch zu zitieren, sofern man eine vollst├Ąndige Quellenangebe dazu gibt. So ist es in diesem Rahmen auch in Ordnung, wenn man das (selber fotografierte) Buchcover wiedergibt. Es muss nur in Bezug zum Text stehen. Wies mit Fotos von TExten und Bildern im Innenleben aussieht, wei├č ich nicht, weil zweitere ja bei g├╝nstigere B├╝chern auch gern mal Agenturen geh├Âren.

Es geh├Ârt sich nicht, die Klappentexte wiederzugeben - man sollte in der Lage sein, das Buch zusammenzufassen.

Sebstverst├Ąndlich geh├Ârt es sich auch nicht, totale Verrisse zu ver├Âffentlichen, sondern die guten Seiten des Buches zu betonen, Kenner der Materie wissen dann schon, wie das gemeint ist.

Ich handhabe es auf meinem Literaturblog so, dass ich die B├╝cher furs Teaserfoto fotografiere und in der Rezension 1-2 S├Ątze zitiere. Wenn ich Rezensionsexemplare erhalte, ist es f├╝r mich selbstverst├Ąndlich, dass ich den Artikellink dann an die Presseabteilung zur├╝cksende.
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Marler
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« Antworten #6 am: 22. Oktober 2012, 16:04:26 »

Sebstverst├Ąndlich geh├Ârt es sich auch nicht, totale Verrisse zu ver├Âffentlichen, sondern die guten Seiten des Buches zu betonen, Kenner der Materie wissen dann schon, wie das gemeint ist.

Interessant, w├╝rdest du das auch auf Spirituosen ├╝bertragen? Wenn ich ein interessantes oder auch einfach nur ein ganz normales Produkt aus dem Supermarkt vorstelle, um andere vor einem Fehlkauf zu bewahren oder bessere Alternative aufzuzeigen - warum keine klaren Worte w├Ąhlen?

Ich wei├č schon, wie du es meinst, nur wenn man zum wiederholten Male in Fachzeitschriften eine durchschnittliche und lediglich f├╝r den Kenner schlechte Kritik ver├Âffentlicht, dann ist es f├╝r den unbedarften Leser keine gro├če Hilfe. Und manchmal d├╝rfte es einem schwer fallen, ├╝berhaupt positive Aspekte zu finden. Zwinkernd
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crackone
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« Antworten #7 am: 22. Oktober 2012, 16:11:07 »

Dann bleibt ja immer die Option, einfach gar nichts ├╝ber dieses Produkt zu schreiben.
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TigaLina
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« Antworten #8 am: 22. Oktober 2012, 16:27:57 »

Interessant, w├╝rdest du das auch auf Spirituosen ├╝bertragen? Wenn ich ein interessantes oder auch einfach nur ein ganz normales Produkt aus dem Supermarkt vorstelle, um andere vor einem Fehlkauf zu bewahren oder bessere Alternative aufzuzeigen - warum keine klaren Worte w├Ąhlen?

Dann bleibt ja immer die Option, einfach gar nichts ├╝ber dieses Produkt zu schreiben.

Ich denke tendenziell schon, dass es wichtig ist, auch schlechte Produkte beim Namen zu nennen, insbesondere wenn die Erwartungen an das Produkt im Allgemeinen sehr hoch sind oder wenig ├╝ber das Produkt bekannt ist.
Denn liest man ├╝ber ein Produkt nichts bedeutet es entweder, dass es schlecht ist oder, dass das Produkt noch keiner kennt. Und gerade bei Nischenprodukten trifft auch letzteres h├Ąufiger mal zu. Warum also nicht auch klar negative Statements?
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Marler
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« Antworten #9 am: 22. Oktober 2012, 16:28:36 »

Manchmal w├╝nsche zumindest ich mir jedoch, auch mal Produkte rezensiert zu sehen, die nichts taugen. Sonst sucht man, findet nichts und steht vor der Frage: Ist es so schlecht, dass keiner dr├╝ber schreibt oder nur zu wenig verbreitet?
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realCOTO
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« Antworten #10 am: 22. Oktober 2012, 16:34:14 »

Es ist ja auch ein Unterschied, ob ein Schreiberling (Autor, Journalist, was auch immer) ├╝ber einen Schreiberling schreibt oder ob ein Verbraucher ├╝ber ein Produkt eines Herstellers was sagt. Im einen Fall sollte man sich kollegial verhalten (auch wenn  zB ein Barkeeper ├╝ber die Bar eines anderen spricht), im anderen Fall sind klare, dennoch h├Âflich und sachliche Worte durchaus erlaubt.

Aber das ist ein bisschen Off-Topic.
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« Antworten #11 am: 22. Oktober 2012, 16:40:41 »

Das f├╝r mich entscheidende ist, vor allem bei sehr guter oder sehr schlechter Kritik: hat derjenige, in welcher Form auch immer, was davon? Wenn Autor x das Buch von Autor y schlecht macht, dann wird die Absicht deutlich. Wenn Autor x die Spirituose z in den Himmel lobt und man wei├č, dass Autor x daf├╝r verg├╝tet wurde, dann wird die Absicht ebenfalls deutlich.

Unabh├Ąngige Blogs u.a. stehen dazwischen und haben so hervorragend wie kaum jemand die M├Âglichkeit, diese Freiheit zu nutzen. Und gerade da erwarte und w├╝nsche ich mir eine klare Kante! Dass diese aber oft und vermehrt ausbleibt, finde ich schade!

@Marler: da scheinen wir uns ja einig zu sein Zwinkernd
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crackone
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« Antworten #12 am: 22. Oktober 2012, 17:13:37 »

Es ist ja auch ein Unterschied, ob ein Schreiberling (Autor, Journalist, was auch immer) ├╝ber einen Schreiberling schreibt oder ob ein Verbraucher ├╝ber ein Produkt eines Herstellers was sagt. Im einen Fall sollte man sich kollegial verhalten (auch wenn  zB ein Barkeeper ├╝ber die Bar eines anderen spricht), im anderen Fall sind klare, dennoch h├Âflich und sachliche Worte durchaus erlaubt.


Ich sehe wenig Unterschiede. Einer urteilt ├╝ber K├Ânnen, Geschick, Passion und Herzblut und Arbeit des Anderen - ob das eine Flasche Rum oder ein geschriebener Text ist, macht f├╝r mich wenig Unterschied.

Ich empfinde es nicht als guten Stil, einen Verriss um des Verrisses willen zu posten. Wenn ich einen Vergleich poste, in dem sechs Rums getestet werden und zwei davon fallen negativ auf, kann man das gut schreiben. Aber ein einzelnes posting (um mal bei den Blogs als Medium zu bleiben), um ein Produkt niederzumachen, finde ich pers├Ânlich (!) nicht gut. Mache ich darum auch nicht.
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« Antworten #13 am: 22. Oktober 2012, 17:24:12 »

Es geht ja aber gar nicht darum das Produkt aus B├Âswilligkeit schlecht zu machen, sondern darum andere zu warnen. Gerade bei einigen teureren Abf├╝llung w├Ąre es Gold wert, wenn man da mehr w├╝sste.

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Marler
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« Antworten #14 am: 22. Oktober 2012, 17:41:46 »

@TigaLina: Durchaus. Zwinkernd Die Einsch├Ątzung, dass Blogs die L├╝cke ausf├╝llen, sehe ich ├Ąhnlich. Aber auch dort besteht nat├╝rlich die Gefahr, dass mit steigender Bekanntheit die Industrie mit Aufmerksamkeiten aufwartet.

Zwischen der Bewertung von B├╝chern oder Spirituosen sehe ich auch keine gro├čen Unterschiede, teile in einigen Aspekten aber die Meinung von realCOTO. Negative Kritik sollte auch innerhalb der Branche erlaubt sein, muss dann aber so sauber formuliert sein, dass keine Angriffspunkte entstehen k├Ânnen. Geht das nicht - lieber darauf verzichten.

Ansonsten h├Ątte ich pers├Ânlich kein Problem, auch einzelnen Produkte negativ darzustellen, sofern die Beitr├Ąge den gleichen journalistischen Standard erf├╝llen, egal, wie die Bewertung ausf├Ąllt. Ich spiele immer noch mit der Idee, mal alle ├Ârtlich gut erh├Ąltlichen Rums aus dem Getr├Ąnkemarkt vorzustellen. Sucht ein Gelegenheitsk├Ąufer dann nach den bekannten Markennamen, besteht die Chance, ihm einen Fehlkauf zu ersparen bzw. bessere Produkte zu einem ├Ąhnlichen Preis zu empfehlen. Bei teureren Abf├╝llen, wie TigaLina sie noch anspricht, w├Ąre es f├╝r den fortgeschrittenen Trinker nat├╝rlich noch viel wertvoller, detaillierte Bewertungen zu erhalten.
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