Cocktails & Dreams - Coole Drinks für heiße Sommer
 

18. August 2019, 19:11:31 *
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Autor Thema: Mezcal Tasting - Mezcaleria / Axel Huhn  (Gelesen 31633 mal)
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Mixael
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Ich bin gerĂŒhrt, von einem Martini.


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« Antworten #60 am: 01. September 2014, 12:59:26 »

Zitat
Besten Dank an Euch alle fĂŒr Euer Interesse... es sind ein paar ĂŒberraschende und einige weniger ĂŒberraschende Ergebnisse dabei. Wie erwartet: Gesamtsieg fĂŒr Real Minero / Wildagaven schneiden insegsamt gut ab. Überraschung: Alipus San Juan hinten (ist mein meistverkauftes Produkt aus dieser Linie, speziell in der Gastro) / AlipĂșs Santa Ana (den ich persönlich recht schwierig finde) steht insgesamt gut da.
A.Huhn
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"Kein Tropfen geht verloren von dem, was Weise trinken!"Friedrich Martin von Bodenstedt
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Marler
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« Antworten #61 am: 02. September 2014, 20:08:06 »

Erstmal vielen Dank fĂŒr das Organisieren des Tastings - inklusive dem Kontakt zu  Axel Huhn und der Mezcaleria. Es hat mir viel Spaß bereitet, mich durch die verschiedenen Mezcalsorten zu probieren, wobei die Differenzierung teilweise wirklich schwierig war. In der Wertung bin ich Tester 2.

Probe 1 (AlipĂșs San AndrĂ©s): SĂŒĂŸliches, deutlich wahrnehmbares Aroma. Geschmacklich sehr wĂ€rmend und krĂ€ftig, aber ausbalanciert. Mezcaltypische Aromen am Gaumen, der Abgang eher lang. 8 Punkte.

Probe 2 (AlipĂșs San Baltazar): Leichte, flĂŒchtige Aromen, am ehesten nach gerĂ€ucherter Agave. Wesentlich schĂ€rfer als Probe 1, dabei geschmacklich nicht ausdrucksstĂ€rker, lediglich mit einem Brennen untermalt. Immerhin besser als der Geruch. Kurzer Abgang. 5 Punkte.

Probe 3 (AlipĂșs San Juan): Keine intensive Nase, was man dann aber riecht, hat schon fast etwas von Pinselreiniger in Verbindung mit Waldaromen. Der Geschmack tendiert auch eher ins brennende, in Verbindung mit dem schon erwĂ€hnten Geschmack nach Pinselreiniger, etwas Agave und verbrannten Holz. 5 Punkte.

Probe 4 (AlipĂșs Santa Ana del Rio): SchlĂ€gt eine Ă€hnliche Richtung wie Probe 3 an, nur fruchtiger, kaum SchĂ€rfe. Dieses mezcaltypische Rauchigkeit, WĂŒrzigkeit fehlt fast komplett. Geschmacklich ziemlich leicht, erinnert mich an grĂŒne Pflanzen. Ist ungewöhnlich anders, aber gut. Abgang kurz und unspektakulĂ€r. Beim gemeinsamen Tasting mit tk85 kamen wir auf "Blue Bay des Mezcals" ;-) 7 Punkte (aber nicht direkt vergleichbar mit anderen Produkten)

Probe 5 (Koch EspadĂ­n): Wenig ausdrucksstark, vergleich Probe 3. Sonst habe ich auch nicht viel zu ausgeschrieben, war einfach nicht meins. 4 Punkte

Probe 6 (Real Minero EspadĂ­n): Auch hier in der Nase etwas Frucht, etwas LösungsmittelĂ€hnliches, etwas SchĂ€rfe. Geschmacklich dafĂŒr besser, hat Kraft, aber ohne besonders aufzufallen. 5 Punkte.

Probe 7 (Real Minero Largo): Ziemlich mild, etwas Frucht und Agave, aber nicht wirklich böse. Wird minimal krÀftiger mit der Zeit. Im Mundraum meine ich Zitrusnoten zu erkennen, ansonsten angenehm, wenig Angriffspunkte, einige Kraft. 7 Punkte.

Probe 8 (Real Minero TobalĂĄ): Penetrant bis langweilig und unangenehmer als Probe 7. Seltsamer Geschmack nach Kakao/Schokolade, ansonsten etwas erdig und recht brennend. Durchschnittlich. 4 Punkte.

Probe 9 (Real Minero Espadín, Tripón, Barril & Largo): Angenehm erdig, kaum scharf, das Besondere fehlt jedoch. Im Geschmack stellt sich heraus, dass dieser Mezcal mehr Prozente haben könnte - nicht unangenehm. Dezent (angenehm) böse Note am Gaumen, jedoch zu kurz. 6 Punkte.

Probe 10 (Koch Coyote): Oha, hier wird es interessant. Etwas erdiger, ziemlich stark, aber nicht brennend, mit viel Agave. Im Gegensatz zu Probe 7 etwa auch nicht zu sĂŒĂŸ. Begeisterung im Mundraum - das ist was! Hat zwar stark wĂ€rmende bis brennenden AnsĂ€tze, aber doch genĂŒgend Rauchigkeit und Agavenaroma um einen krĂ€ftigen Geschmack inklusive Abgang sicherzustellen. 9 Punkte.

Probe 11 (Koch Tobaziche): Es taucht ein bis dahin noch nicht bekanntes Aroma auf - sowas wie der HĂŒhnchen-Mezcal. Agavenuntypisch, frisch, dezent fruchtig, nicht ganz so fies. KrĂ€ftiger Geschmack, zeigt sich auch voll im Abgang, welcher leider nicht so lange wie erhofft ist. Über allem liegen geröstete / gelagerte Agavennnoten - sehr fein. 8 Punkte.

Probe 12 (Koch Ensamble): Leider nur durchschnittlich, kaum SchĂ€rfe, keine Überraschungen. Beim Trinken dann ziemlich scharf, keine neuen Aromen, nichts ĂŒberragendes. Agave kommt nett raus, aber fĂŒr dafĂŒr zuviel SchĂ€rfe. 5 Punkte.
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Kuglblitz
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Rob The Hat


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« Antworten #62 am: 03. September 2014, 22:37:46 »

Tolle Verkostungsnotizen! Streng subjektiv und dennoch gut nachvollziehbar.
Mit manchen Beschreibungen bzw. EindrĂŒcken gehe ich völlig konform, mit manchen gar nicht.
Meine Notizen folgen in KĂŒrze.
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The Hat needs a good drink!
celery
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« Antworten #63 am: 04. September 2014, 08:57:40 »

Auch von mir Danke fĂŒr die Organisation. Es war mein erstes Online-Tasting ĂŒberhaupt, wird aber hoffentlich nicht mein letztes sein.

Danke auch an Kuglblitz fĂŒr die Gastfreundschaft und das gemeinsame Verkosten. Wir haben jeweils 3 Proben untereinander verglichen, dann kurz pausiert. Ganz zum Schluss haben wir noch einige unserer Favoriten einem direkten Vergleich unterzogen, der aber nicht mehr viel neues ans Licht gebracht hat.

ZunÀchst hat jeder seine Notizen gemacht, ohne dass wir uns gegenseitig beeinflussten, bei der Besprechung haben sich dann viele Ansichten gedeckt.


Ich bin Tester 5. Hier auch meine ganz persönlichen Verkostungsnotizen, in denen das Wort „Agave“ allerdings gar nicht vorkommt:

Probe 1 (AlipĂșs San AndrĂ©s):
Edelfein in der Nase, im Mund hauptsÀchlich scharf und zu wenig Aromen im Abgang
Note 5

Probe 2 (AlipĂșs San Baltazar):
komplexer und sĂŒĂŸlich-holziger Duft in der Nase, angenehm rauchig herber Abgang, mittlere SchĂ€rfe
Note 7

Probe 3 (AlipĂșs San Juan):
weich und eher unangenehme Note in der Nase (siehe Pinselreiniger bei Marler, absolut nachvollziehbar), Geschmack erinnert mich eher an Leder als an Erde
Note 4 (die schlechteste Note, die ich vergeben habe, denn es ist immer noch eindeutig ein Mezcal)

Probe 4 (AlipĂșs Santa Ana del Rio):
Duft honigsĂŒĂŸ und mild, Geschmack komplexe Fruchtigkeit, dennoch genug SchĂ€rfe, Rauch und Erde, alles und ein wenig mehr was man sich von einem Mezcal erwartet, ein Mezcal der rockt.
Note 7,5

Probe 5 (Koch EspadĂ­n):
in der Nase eher derb und leicht unangenehm, im Mund zunÀchst scharf und mild-rauchiges Aroma, im Abgang jedoch fast samtig, was einen versöhnlichen Eindruck hinterlÀsst. Ein Mezcal der guten Mitte.
Note 6

Probe 6 (Real Minero EspadĂ­n):
in der Nase intensiv und schwer, im Geschmack steinig, samtig, mittelscharf, nicht unkomplex, und einem Rum nicht unÀhnlich
Note 7

Probe 7 (Real Minero Largo):
In der Nase mild-fein, aber etwas leer, evt. gemĂŒsig (Erbse); im Geschmack dann deutlich komplexer als in der Nase. Auch ein Mezcal der guten Mitte.
Note 7

Probe 8 (Real Minero TobalĂĄ):
die einzige Probe mit leichter Tönung, weshalb die Erwartung hoch war; diese wurde aber nur mĂ€ĂŸig erfĂŒllt. Leicht florale KomplexitĂ€t, zart und leicht rauchig.
Note 6,5

Probe 9 (Real Minero EspadĂ­n, TripĂłn, Barril & Largo):
In der Nase zunĂ€chst deutlich derber und aromenstĂ€rker als viele andere, auch im Geschmack absolut rund, schöne Erde, sanft, anmutig, sĂŒĂŸe Whiskeynote, fast sĂŒffig, wĂŒrde schönes RĂŒckgrat fĂŒr komplexere Cocktails bieten
Note 8,5

Probe 10 (Koch Coyote):
In der Nase zunÀchst mildfein und eher unauffÀllig, im Mund scharf, schöne tiefe durch herbe KrÀuter, im Abgang wieder samtig angenehm
Note 7

Probe 11 (Koch Tobaziche):
In der Nase komplex und erdig, im Geschmack sehr eigenstĂ€ndig und ungewöhnlich floral (Veilchen) fĂŒr einen Mezcal
Note 7,5

Probe 12 (Koch Ensamble):
In der Nase zunÀchst wieder edelfein mit leichter Zitrusnote, im Geschmack wieder, wie Probe 11, sehr untypische Noten, diesmal mostig (Apfel-Birne), man könnte fast sagen ein österreichischer Mezcal, samtig im Abgang
Note 7


Auffallend war fĂŒr mich die komplexe Mezcal-Landschaft, es gab nicht viel allzu Ă€hnliches und jeder Mezcal hatte etwas anderes, weshalb ich gar nicht der Meinung bin, dass die Bewertung schwierig war.

Dass Pinselreiniger in der Gastro besser gehen als andere, soll auch bei anderen einschlÀgigen Produkten vorkommen. Traurig

Interessieren wĂŒrden mich noch die Preisunterschiede. Grad vorne gefunden

Und: Der Mezcal-Wettbewerb kann kommen!


cheers,
herb  
« Letzte Änderung: 04. September 2014, 13:53:23 von celery » Gespeichert
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Messen, mischen, rĂŒhren wird zum ... fĂŒhren


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« Antworten #64 am: 04. September 2014, 13:10:57 »

Ich habe gerade mal alles von vorn bis hinten gelesen und begutachtet.
Ein spannender Thread und anregende Tasting-Ergebnisse.
Auch von der Huhnschen Website und den dort hinterlegten Infos war ich angetan.
- Vielen Dank Mixael!
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Ein Drink ist kein willkĂŒrliches ZusammenschĂŒtten von beliebigen Zutaten. In einem Drink steckt sehr viel mehr Kulturgut als in einem bloßen GetrĂ€nk  [Gonçalo de Sousa Monteiro]   -   "Got Ice?" Because a cocktail without ice is just warm booze with juice!
www.trinklaune.de
Kuglblitz
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Rob The Hat


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« Antworten #65 am: 13. September 2014, 13:28:34 »

Hier nun - spĂ€t, aber doch - nun auch meine ausfĂŒhrlichen Verkostungsnotizen. Ich finde es grundsĂ€tzlich schade, dass nur so wenige ĂŒber ihre persönlichen EindrĂŒcke schreiben bzw. ihre Bewertung begrĂŒnden. Ist es die Arbeit? Oder der Aufwand? Oder die Angst, sich zu blamieren? Ganz verstehe ich das nicht, da das Plaudern ĂŒber die eigene Wahrnehmung mit Leidenschaft und Liebe zum Brand ja ebenso schön sein kann wie das verkosten selbst.

Wie celery schon geschrieben hat, haben wir die Verkostung gemeinsam durchgefĂŒhrt. Hatte ich zuvor noch Unsicherheiten, wie Mezcal denn adĂ€quat bewertet werden kann bzw. wo die QualitĂ€tskriterien liegen, so wurden mir zwei Punkte schnell klar:
- die fast durchwegs hohe QualitÀt der BrÀnde
- die Vielfalt an Aromen
GrundsĂ€tzlich wĂ€re alle BrĂ€nde in Ordnung und sauber gebrannt, wo bei mich der Alkoholgehalt der Proben noch interessieren wĂŒrde (ich schĂ€tze mal 40 bis max. 45 %). Dass manche Tester sehr schlechte Noten gegeben haben (teilweise sogar 1 = Schrott), verstehe ich aber ĂŒberhaupt nicht, da wĂŒrde mich die BegrĂŒndung interessieren.
Bei den Verkostungsnotizen ging ich den ĂŒblichen Weg (Farbe, Duft, Köper, Geschmack, Abgang, Gesamturteil), wobei ich mich auch gerne von Assoziationen leiten lasse. Problem habe ich mit dem Begriff Agave, da ich Agaven ja nicht direkt esse und so auch noch nicht gerochen habe. Agave kommt so wie bei celery also nicht in den Notizen vor. Vielleicht sollte ich ja wirklich mal nach Mexiko fahren.

AuffĂ€llig in den Bewertungen ist fĂŒr mich die extreme Spanne bei manchen BrĂ€nden (Probe 3, Probe 9, Probe 10, Probe 11).

Und hier nun meine Detailnotizen (ich bin Tester 8 ):
F=Farbe, D=Duft, K=Körper, G=Geschmack, A=Abgang; nicht immer wird alles beschrieben, die Farbe etwa nur dann, wenn sie von wasserklar abweicht.

Probe 1 (AlipĂșs San AndrĂ©s):
D: leicht rauchig mit leichten Erdnoten
K: Wasser
G: leichte, aber schöne SchĂ€re; sehr wĂŒrzig mit viel Pfeffer und KrĂ€uternoten
ein schöner, im besten Sinne solider Mezcal
7 Punkte

Probe 2 (AlipĂșs San Baltazar):
D: krÀftig rauchig mit AnklÀngen von Fruchtnoten wie Apfel und Ananas
K: voll, Wasser
G & A: viel Pfeffer und WĂŒrze, die Rauchnoten kehren im Abgang schön zurĂŒck. Dazu Noton von Bourbon (im Borbonfass gelagert?)
ein sehr gelungener, komplexer Mezcal
8,5 Punkte

Probe 3 (AlipĂșs San Juan):
D: recht flach, leicht alkolholisch, wenig Aromen
K: fest
G: leicht alkoholisch, aber noch nicht spritig, kaum interessante Nebennoten
fĂŒr mich enttĂ€uschend, ein langweiliger Mezcal
4 Punkte (meine niedrigste Bewertung)

Probe 4 (AlipĂșs Santa Ana del Rio):
D: rauchig, wĂŒrzig, leichte KrĂ€uternoten
K: fest
G & A: sehr scharf (Chilli), aber nicht brennend, im Abgang aber mild, etwas Banane
die „wildeste“ Mezcal in der Runde, durch seine mexikanische SchĂ€rfe und IndividualitĂ€t aber ĂŒberzeugend
7 Punkte

Probe 5 (Koch EspadĂ­n):
D: rauchig, aber eindimensional
K: weich
G: fruchtig (Pfirsich?), viel Rauch
kein schlechter, aber etwas flacher Mezcal, im besteb Sinne Durschnitt (denn denn war insgesamt ja hoch)
6,5 Punkte

Probe 6 (Real Minero EspadĂ­n):
D: mild, Schokolade, ButtergebÀck, komplex
K: sehr weich
G: wĂŒrzig, aber fein, zarte Schokoladennoten, Banane, erinnert an einen Rum
ein sehr eleganter, edler Mezcal, der seine Herkunft fast verleugnet
8,5 Punkte

Probe 7 (Real Minero Largo):
D: rauchig, aber etwas flach
K: fest
G: krÀftig, voll und aromatisch mit Noten von Rauch und Tabak
ein solider, sehr krÀftiger Mezcal, auch sicher sehr gut zum mixen. Interessant, dass gerade dieser Brand die höchste Durchschnittsnote (7) bekommen hat.
7,5 Punkte

Probe 8 (Real Minero TobalĂĄ):
F: ein ganz leichter Gelbton, ein Resposado?
D: aber sehr schwach und weitgehend neutral, mit der Zeit leichte Zitrusnoten
K: mild
G: ganz anders als der Duft, wĂŒrzig, voll, komplex
ein seltsamer Mezcal, der mich rĂ€tselnd zurĂŒcklies
6,5 Punkte

Probe 9 (Real Minero EspadĂ­n, TripĂłn, Barril & Largo):
D: insensiv und schwer, erinnert an einen Likör. Komplexe Noten nach Rauch, Leder und Schweiß.
K: weich
G: Pfeffer, sehr aromatisch, geht fast in Richtung Whisky
mein persönlicher Favorit, dem man die handwerkliche Herstellung sofort abnimmt. Sehr individuell und komplex. Ein toller Brand.
9 Punkte

Probe 10 (Koch Coyote):
D: rauchig, nasse Wolle, Zitrusnoten
K: mild
G & A: sehr pfeffrig, Banane, insgesamt sehr ausgewogen, im Abgang wÀrmend
ein sehr individueller, durch den Wollgeruch sehr ungewöhnlicher Mezcal, den man wohl liebt oder ablehnt. Die Bandbreite bei den Punkten spiegelt dies auch klar wieder. Handwerklich aber auf jeden Fall in Ordnung.
8 Punkte

Probe 11 (Koch Tobaziche):
D. rauchig, etwas Minze, frisch
K: sehr weich
G: Pfeffer, frisches Brot, Banane, Ananas, florale Aromen
ein ungewöhnlich floraler Mezcal
7,5 Punkte

Probe 12 (Koch Ensamble):
D: leichte Blumennoten, etwas schwach, erinnert fast an einen Gin
K: weich
G & A: feiner Pfeffer, im Abgang AnklÀnge an Bourbon
wie Probe 11 mit interessanten floralen Aromen
8 Punkte

So, ich hoffe, ich hab‘ nicht vergessen ;-)
Alles in allem war es eine tolle Verkostung, vielen Dank fĂŒr die fĂŒr die Organisation und die spannenden Proben!
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guennik
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« Antworten #66 am: 13. September 2014, 17:05:51 »

Dass manche Tester sehr schlechte Noten gegeben haben (teilweise sogar 1 = Schrott), verstehe ich aber ĂŒberhaupt nicht, da wĂŒrde mich die BegrĂŒndung interessieren.

Vor lĂ€ngerer Zeit (finde den Thread nicht mehr) gab es mal eine Diskussion, ob die Skala 1 -10 voll ausgeschöpft werden soll oder ob die Skala als absolute Skala zu verstehen ist. 1 = ungenießbar und 10 = exzellent war schon damals die Einteilung. Trotzdem haben sich damals mehrere Teilnehmer dafĂŒr ausgesprochen, die Skala voll auszureizen und haben das in Folgetastings auch so durchgezogen. Andere haben es anders gehandhabt. Sieht so aus als hĂ€tten wir die Thematik immer noch. Zwinkernd
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Rob The Hat


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« Antworten #67 am: 13. September 2014, 17:42:27 »

Hm, ich dachte, das Problem wÀre gelöst. Denn sonst macht die Bewertung ja keinen Sinn. Unentschlossen
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guennik
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« Antworten #68 am: 13. September 2014, 18:17:09 »

Ja, die Zahlen hÀtten dann leider eine sehr eingeschrÀnkte Aussagekraft.
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« Antworten #69 am: 14. September 2014, 07:23:14 »

FĂŒr mich hat das Tasting das Ergebnis gebracht, dass ich weiß, welchen Mezcal ich mir kaufen wĂŒrde. NĂ€mlich die zwei Proben, die ich persönlich am interessantesten fand.

Die Auswertung ist maximal semiprofessionell. Wir sind ja keine ausgebildeten Sommeliers, oder zumindest die wenigsten von uns, sonst, und da bin ich mir sicher, hÀtte das Ergebnis anders ausgesehen, vielleicht nicht wesentlich, aber doch.

Es könnte jedoch eine Herausforderung fĂŒr jeden einzelnen sein, so wie fĂŒr mich, mal zu versuchen, Sommelier zu spielen und den anderen frank und frei erzĂ€hlen, wie's ihm/ihr mit den Proben ergangen ist.

Ich wĂŒrde mir also vom nĂ€chsten Tasting wĂŒnschen, dass jeder der mitmacht, sich gewissermaßen verpflichtet, zu jeder Probe auch ein paar Worte beizusteuern, und nicht nur schmeckt/schmeckt nicht besonders/schmeckt nicht, sondern auch warum.

cheers,
herb  
« Letzte Änderung: 14. September 2014, 07:38:42 von celery » Gespeichert
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