Cocktails & Dreams - Coole Drinks fr heie Sommer
 

20. April 2019, 07:13:29 *
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Autor Thema: Anbau eigener Zitruspflanzen/Cocktailverwertbare Pflanzen, wer gärtnert noch?  (Gelesen 16425 mal)
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Angrist
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« am: 18. Juni 2015, 13:47:05 »

Gibt es hier sonst noch welche die selbst ein paar Zitruspflanzen daheim haben.

Habe mir vor Jahren, noch bevor ich an Cocktails irgendwelches Interesse hatte, mal ein paar Zitronenpflanzen gekauft und gegen alle Erwartungen haben sie die Jahre überlebt.

Wichtig war eben regelmäßiges Düngen, nicht über und nicht unterwässern, den Sommer über im Freien und im Winter in einem Wintergarten wo er viel Licht kriegt, aber nie unter 0 Grad sein dürfen.
Im Sommer dann raus tun, aber nie direkt in die Sonne sondern erst mal 1-2 Wochen im Schatten stehen lassen.

Inzwischen sind die Pflanzen alle etwa 1,20-1,50 hoch und geben zusammen im Jahr etwa 100-200 Zitronen.

Rechnen tut sich so etwas nicht, aber interessant ist es allemal.

Vor allem wenn man sieht, welche Formen und Größen dabei alles herauskommen und wie sich doch der Geschmack unterscheiden kann bzw der säuregrad.
(Eventuell sind es auch 2 Arten Zitronen aber was es ist kann ich so nicht mehr herausfinden)


Eine Limette habe ich mir jetzt dieses Jahr auch mal geholt, ist aber erst so 40cm groß die wird wohl nur 1 oder 2 Früchte liefern.
Eine große Pflanze wollte ich mir jedoch nicht holen, da große Zitruspflanzen einfach irrsinnig teuer sind (meiner Meinung und meinem Geldbeutel nach)

Was habt Ihr so rumstehen,
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NiFu93
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« Antworten #1 am: 18. Juni 2015, 14:38:29 »

Da ich als Student momentan in der Stadt und zur Miete wohne, fallen Dinge wie Zitruspflanzen flach. Wenn ich aber mal ein Eigenheim habe und diesem Hobby dann noch immer nachgehe kann ich mir durchaus vorstellen, bei soetwas aktiv zu werden.

Momentan habe ich nur zwei Kübel mit Minze hier stehen, zusätzlich nehme ich bei meinen Eltern aus dem Kräuterbeet meistens Rosmarin, Thymian und Salbei mit. Die halten sich im Kühlschrank auch ein wenig.

Das Little Link versucht sich übrigens auch an Eigengewächsen.
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The only time I ever said no to a drink was when I misunderstood the question.
Angrist
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« Antworten #2 am: 18. Juni 2015, 14:48:07 »

also Orangen und Mandarinen stehen hier auch rum, aber die dienen echt nur für die Optik und bisschen Saft pressen.
Glaube damit wird es in der Bar nix werden

Damit diese Pflanzen gute Früchte liefern, müsste es einfach viel Wärmer und vor allem länger warm sein.

Orangen und Mandarinen waren meist entweder trocken, sprich hatten kaum Saft, darüber hinaus meist kaum Süße
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Cold Buttered Steve
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« Antworten #3 am: 18. Juni 2015, 17:18:02 »

also Orangen und Mandarinen stehen hier auch rum, aber die dienen echt nur für die Optik und bisschen Saft pressen.
Glaube damit wird es in der Bar nix werden

Damit diese Pflanzen gute Früchte liefern, müsste es einfach viel Wärmer und vor allem länger warm sein.

Orangen und Mandarinen waren meist entweder trocken, sprich hatten kaum Saft, darüber hinaus meist kaum Süße


Vielleicht nutzt es ja, die eigens geernteten Zitronen (gilt nur für Zitronen!) mit Äpfeln in eine Schale zu legen.
Immerhin sind die klimakterisch - sprich reifen durch Ethylenbegasung nach (aromatischer, etwas süßerer Geschmack!) und Äpfel produzieren da ganz beachtliche Mengen.
Übrigens bekommen Orangen, Zitronen und co erst durch Temperaturen um die 10°C ihre knallorange/gelbe Farbe.

Darüber hinaus sind wohl Gartenkräuter die "Barpflanzen" für daheim. Besonders die Mojitominze (Mentha Nemorosa) mag ich nicht mehr missen, da sie supergeilen Mojito ermöglicht und auch sonst sehr vielfältig einsetzbar ist. Gartenfrüchte runden die eigene Cocktailkarte saisonal ab. Momentan zieht z.B. eine Walderdbeerinfusion.
Brombeeren --> Bramble
Kirschen --> eigene Cocktailkirschen
Äpfel --> Applejack aus Whisky ansetzen
etc.
Die Möglichkeiten sind auch ohne Zitrusfrüchte unendlich groß.
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Citrus
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« Antworten #4 am: 18. Juni 2015, 18:25:52 »

Hallo!

Ich lese hier seit 2-3 Jahren "stumm" und mit dauerhafter Begeisterung (und häufigem Üben zu Hause) mit, will mich jetzt aber zu einem meiner Lieblingsthemen, den Zitruspflanzen, melden.

@Angrist: 100-200 Zitronen pro Jahr sind eine sehr gute Ausbeute!

Ich habe ca. 40-50 verschiedene Zitruspflanzen zu Hause, Pflege ähnlich wie von Angrist beschrieben. Den größten Nutzen bieten tatsächlich Zitronen, meine Limettenernte war bisher bescheiden. Bei Orangen und Mandarinen reicht's in der Tat nicht für viel Saft, obwohl sie gar nicht sooo sauer ausfallen.

Kumquats sind zB für Bombay Crushed ("Kumlet") gut zu gebrauchen (und nicht überall zu kaufen), setzen zu Hause aber nur sehr schwer neue Früchte an. Interessant (und besser fruchtend) sind zB auch Limequats, Bitterorangen (Pomeranzen) eher nur für Marmelade, weniger für Cocktails.

@Cold Buttered Steve: Zusammen mit der Hemingway- bzw. Mojitominze verwende ich für den Mojito gerne die Marokkanische Minze. Lecker ist auch die Kentucky Spearmint und die Black Spearmint (diese aber etwas mentholhaltiger).

Ansonsten, neben Brombeeren für den Bramble und Himbeeren und Thymian für den Raspberry Thyme Smash (schönste Farbe aller Cocktails für mich), bieten sich noch verschiedene Basilikum-Arten (zB blaue Sorten, Thai-Basilikum etc.) für einen bekannten Einsatzzweck an...
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Angrist
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« Antworten #5 am: 18. Juni 2015, 21:27:37 »

naja, die zahlen sind ja nur relevant, wenn man sie mit der Zahl der Pflanzen im Verhältnis sieht Zwinkernd

andere Früchte wie Brombeeren, Himbeeren, Johannis Erd und Stachelbeeren haben wir zwar auch, aber das Problem ist nunmal, dass die Saison dort nicht lange ist, wohingegen Zitronen quasi den Großteil des Jahres vor sich hin wachsen.

Und wenn mann dann mal einen Bramble machen will (hab ich noch nie getrunken bisher muss ich sagen) und es gibt gerade keine frischen Brombeeren im Garten mehr, da April zb, bringt es auch ncihts, wenn man die Brombeeren in 500g Beuteln in der Gefriertruhe hat.

Und wo Brombeeren, wenn man sie eingefroren hat ohne sie zu zermatschen, noch halbwegs verwendbar sind nach dem auftauen, sind johannisbeeren nach dem auftauen nur noch saft in dem die aufgeplatzten Früchte schwimmen.

Ich meine, deswegen gibt es ja Sirups und co, weil das arbeiten mit Früchten einfach oft so viel STress ist.

Das ist eben der Vorteil von Zitrus, das man es quasi auch mal 2 oder 3 Wochen an der Hausbar liegen lassen kann, ohne das etwas passiert.
« Letzte Änderung: 18. Juni 2015, 21:38:09 von Angrist » Gespeichert
Cold Buttered Steve
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« Antworten #6 am: 19. Juni 2015, 21:52:22 »

naja, die zahlen sind ja nur relevant, wenn man sie mit der Zahl der Pflanzen im Verhältnis sieht Zwinkernd

andere Früchte wie Brombeeren, Himbeeren, Johannis Erd und Stachelbeeren haben wir zwar auch, aber das Problem ist nunmal, dass die Saison dort nicht lange ist, wohingegen Zitronen quasi den Großteil des Jahres vor sich hin wachsen.

Und wenn mann dann mal einen Bramble machen will (hab ich noch nie getrunken bisher muss ich sagen) und es gibt gerade keine frischen Brombeeren im Garten mehr, da April zb, bringt es auch ncihts, wenn man die Brombeeren in 500g Beuteln in der Gefriertruhe hat.

Und wo Brombeeren, wenn man sie eingefroren hat ohne sie zu zermatschen, noch halbwegs verwendbar sind nach dem auftauen, sind johannisbeeren nach dem auftauen nur noch saft in dem die aufgeplatzten Früchte schwimmen.

Ich meine, deswegen gibt es ja Sirups und co, weil das arbeiten mit Früchten einfach oft so viel STress ist.

Das ist eben der Vorteil von Zitrus, das man es quasi auch mal 2 oder 3 Wochen an der Hausbar liegen lassen kann, ohne das etwas passiert.

Hab auch schon mal Bramble mit gefrorenen schwarzen Johannisbeeren gemacht (okay ist dann wohl kaum ein "BRAMBLE"  Zwinkernd ) und ja die sind halt nach dem auftauen eher matschig, was aber ned schlimm ist, weil ich die mit dem Gin + Sirup + Zitronensaft auftaue und dann sowieso muddel.
Und ja saisonal bedeutet natürlich, dass es nicht dauerhaft verfügbar ist, aber das macht solche Drinks auch besonders anziehend, es ist halt ein "besonderer" Genuss, aber ist ja jedem sein Beet.

Dass ein Sirup nie wie die frische Frucht schmeckt, sollte ja weitläufig bekannt sein. Sonst langt auch der Lime Cordial im Daiquiri Zwinkernd
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Angrist
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« Antworten #7 am: 22. Juli 2015, 09:17:40 »

gerade gesehen, das die Limette blüht.

wann kommen da eigentlich die ersten Früchte?
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Citrus
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« Antworten #8 am: 22. Juli 2015, 17:39:30 »

Die ersten kleinen Fruchtansätze sollten direkt nach dem Abfallen der Blütenblätter sichtbar sein. Oft fällt ein großer Teil der Ansätze aber wieder ab, was idR normal ist (eine Topfpflanze kann nur relativ wenige Früchte bis zur Reife bringen).

Die Hauptblüte bei Limetten ist (wie bei eigentlich allen Zitruspflanzen) im Frühjahr, kann sich aber verzögern, wenn die Pflanze zB schlecht über den Winter gekommen ist. Vor allem Zitronen und eingeschränkter auch Limetten blühen später im Jahr aber noch nach.

Die Reifezeit wird teils mit nur 6-7, teils auch mit 9 Monaten angegeben. Ich glaube, bei mir reift die mexikanische Limette (Citrus aurantiifolia, mit Kernen) etwas schneller als die größere persische Limette (Citrus latifolia, kernlos), die hierzulande als Frucht im Handel ausschließlich erhältlich ist.

Grün bleiben Limetten übrigens nur in dauerhaft warmen Ländern. Bei mir färben sie sich durch die kalten Nächte im Herbst und Frühjahr (vor/nach der Kellerüberwinterung) blaßgelb.

Zitronen sind in der Pflege einfacher und bei mir (bei Dir ja auch, glaube ich) auch deutlich ertragreicher als Limetten. Für mehr als wenige Daiquiris hat meine Ernte noch nicht gereicht.
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xx
« Antworten #9 am: 22. Juli 2015, 18:32:35 »

ich hab bisher ersteine Limettenpflanze und die erst seit 2 Monaten etwa.

man muss sie eben bei uns leider als Topfplanze halten und kann sie nicht aussetzen, da sie den Winter ja nicht überleben würde im freien.

Im Moment fallen leider gerade die Zitronen immer 3/4 reif von den Pflanzen. Reifen zwar etwas nach und sind auch so gut verwendbar, aber nervt momentan.
Liegt das eventuell an der Hitze? Genug Wasser und Citrusdünger haben sie.
« Letzte Änderung: 23. Juli 2015, 09:04:52 von Angrist » Gespeichert
Angrist
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« Antworten #10 am: 21. August 2015, 17:17:28 »

So, der Sommer beginnt zu Enden, wie geht es euren Pflanzen?

Limette wird dieses Jahr wohl nix tragen, ist aber auch noch klein (50cm)
Zitronen stehen gut da, sind momentan aber alle grün (wird dann wohl wieder bald auf einen Schwung viele gelbe geben)


Die Orangen haben wir heute komplett abgeernetet und ausgepresst.
Geerntet wurde ein 15Liter Eimer voll Orangen, was ausgepresst knapp einen Liter Saft gab. (und schmerzende Hände Zwinkernd)
Daraus wird dann jetzt Orangenmarmelade gemacht.

wo sich die eigenen Zitronen also gut auch für eine Bar eigenen würden (bis auf die Optik, da nicht so schön wie die gekauften), geben Orangen aus dem eigenen Garten, doch sehr mageren Ertrag.

Aber wer den Platz hat, stellt euch eine hin, ist sehr schön sowas selbst zu haben.
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Gimlet
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« Antworten #11 am: 21. August 2015, 20:15:14 »

Die Zitronen auf meiner Terasse sind so mild, daß ich Sie neben Cocktails auch hauchdünn in den Salat schneide. Diese Website zum Thema finde ich ziemlich gut http://steffenreichel.homepage.t-online.de/Citrus/index.html

Gruß Gimlet
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Weder Plausibilität noch der Umstand, dass etwas an Universitäten gelehrt wird, noch die Tatsache, dass etwas gängige Meinung ist, sind Garanten für dessen Richtigkeit. (Fredmund Malik- Berater)
Angrist
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« Antworten #12 am: 18. September 2015, 08:23:23 »

Wisst ihr eigentlich welche Sorten Ihr habt?

Bei der Limette weiß ich das es die Mexikanische Limette ist,

Beiden Zitronen sind es jedoch 2 oder 3 Sorten wo ich keinen Plan hab, was genau was ist.
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« Antworten #13 am: 21. September 2015, 09:23:04 »

Moin Moin!
Die mexikanische Limette (Citrus aurantiifolia) hat viele Kerne und wird, als eine von nur ganz wenigen Zitrussorten, meist über Samen vermehrt (fast alle anderen über Veredelung / Stecklinge). Bei uns als Obst im Handel ist die kernlose persische Limette (C. latifolia).

Zitronenpflanzen ohne Namen im Handel dürften meist aus Italien stammen und im Zweifel von den Sorten "Lunario" oder "Florentina" sein. Teilweise Metro im Frühjahr und im Internet Palmenmann und Flora Toskana verkaufen auch Pflanzen mit genauer Sortenangabe. Am häufigsten ist die Eureka-Zitrone.

Bei den meisten Zitronen-Früchten merkt man aber ehrlicherweise keine allzu großen Unterschiede. Interessant und etwas anders sind zB die Meyer-Zitrone (natürliche Kreuzung aus Zitrone und vermutl. Orange, weniger sauer, trägt sehr reich) oder panaschierte Zitronensorten (schönes Laub, Streifen auf der Frucht, teilweise leicht rosafarbenes Fruchtfleisch).

 
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Angrist
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« Antworten #14 am: 02. Oktober 2015, 11:08:02 »

also laut Rechnung ist es eine mexikanische Limette.
aber scheinbar hat sie dieses Jahr noch keine Lust Früchte zu tragen.

Warte ich es eben einfach mal ab, was nun dran hängt, wenn denn mal was dranhängt.

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