Cocktails & Dreams - Coole Drinks für heiße Sommer
 

21. Juli 2019, 10:31:15 *
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Autor Thema: Seelbach Cocktail wohl doch kein pre prohibition Drink, A. Seeger gesteht  (Gelesen 2053 mal)
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Angrist
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« am: 31. Oktober 2016, 23:59:04 »

Hier gerade einen interessanten Artikel gelesen.

Der Seelbach Cocktail, wurde von Herrn Seeger als Pre Prohibition Cocktail "wiedergefunden", dabei hat er Ihn in Wirklichkeit selbst erfunden in den 90ern.

http://www.nytimes.com/2016/11/02/dining/seelbach-cocktail-louisville-fake.html?smid=pl-share&_r=0

Generell fragt man sich ja bei vielen "wiedergefunden Rezepten" etc wie authentisch das wirklich ist, hier hat es jetzt eben mal einer zugegeben, wenn auch 20 Jahre spÀter
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mangomix
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« Antworten #1 am: 01. November 2016, 00:32:27 »

In der Tat lesenswert und interessant, dass es funktioniert hat, den Drink als "historisch" zu etablieren. Wenn Gary und Mardee Regan und Ted Haigh die Story drucken, konnte sie ja nicht falsch sein Zwinkernd

Ist aber trotzdem wohl eher die Ausnahme, denn die meisten bekannten "historischen" Drinks wurden ja schon bald in irgendwelchen BarbĂŒchern verewigt, die uns heute als Quelle dienen.
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Angrist
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« Antworten #2 am: 01. November 2016, 16:53:41 »

naja, mir fÀllt da zb sofort Monkey 47 mit Ihrem britischen Offizier ein,

Zitat
Zitat
der Legende nach habe der Brite Montgomery Collins, der 1945 als Commander der Royal Air Force nach Berlin gekommen sei und sich fĂŒr den Wiederaufbau des Berliner Zoos eingesetzt habe, eine Patenschaft fĂŒr einen Javaneraffen namens Max ĂŒbernommen. 1951 habe er sich der Liebe wegen im Nordschwarzwald niedergelassen, nach einer gescheiterten Karriere als Uhrmacher einen Landgasthof eröffnet und diesen wegen Max „Gasthof zum wilden Affen“ genannt. Er soll ein Faible fĂŒr Gin gehabt haben und habe gemeinsam mit einem lokalen Brenner seine eigene Rezeptur entwickelt. Lange nach dem Tod von Collins sei bei Renovierungsarbeiten am Landgasthof eine alte Kiste Gin mit einem Etikett „Max the Monkey – Schwarzwald Dry Gin“ samt Brief von Montgomery mit rudimentĂ€ren Aufzeichnungen der Zutaten gefunden worden, wodurch „Montys“ Gin fĂŒr Alexander Stein und Christoph Keller von Black Forest Distillers als Basis fĂŒr ihre Rezeptur habe dienen können.[4]

Da hat man ja acuh schon öfter gehörrt, das es mit der Geschichte wohl nicht weit her ist, die ja auch bewusst wage gehalten ist so dass ein Reporter eben mal nicht in Archiven schauen kann, ob es diese Wirtschaft wirklich gab, oder dort im Ort mal ein paar alte Herren fragen kann nach Wirtschaft und Wirt Zwinkernd

PS: das was du mit Ted Haigh schreibst, stimmt natĂŒrlich, klassisches Muster.
Sobald mal 1-2 KoryphÀen etwas nachschreiben, widerspricht keiner mehr und checkt auch keine Quellen.

Wenn einer von uns hier sagen wĂŒrde, er hat auf dem Dachboden ein Rezept des Leibarztes von Kaiser Willhelm gefunden, wĂŒrde man fragen stellen. Wenn ein Jörg Meyer, charles schumann etc das gleiche saen wĂŒrde, wĂŒrde keiner so genau nachhaken
« Letzte Änderung: 01. November 2016, 16:57:47 von Angrist » Gespeichert
Cold Buttered Steve
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« Antworten #3 am: 01. November 2016, 16:58:01 »

Es offenbahrt halt eine Seite von Bars und den dazugehörigen Personen. Gute Gastgeber haben oft tolle Geschichten fĂŒr den gewillten Besucher, auch wenn manchmal etwas aus dem Reich der Fiktion entspringt oder nachgebessert wurde. Dass "Cocktailhistoriker" hingegen ohne QuellenprĂŒfung etwas in ihre Texte schreiben, steht auf einem ganz anderen Blatt Papier. Setzt doch ein gewisses Fragezeichen hinter die AuthentizitĂ€t...
Überhaupt sind doch relativ viele Rechtfertigungen enthalten:
Zitat
“To be honest,” Mr. Regan said, “I always suspected that Adam had created the drink, but I really, really loved it, his story was almost plausible, and I needed recipes for ‘New Classic Cocktails.’”
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mangomix
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« Antworten #4 am: 01. November 2016, 17:35:53 »

Naja, wenn etwas mit "der Legende nach" beginnt  und mit indirekter Rede, "soll" und "sei" weitergeht (wie in dem oben zitierten Text aus DE-Wikipedia: Monkey 47), ist damit doch klargestellt, dass es sich gerade nicht um eine belegte, authentische Geschichte handelt.

Nebenbei: Wikipedia-Texte stehen zwar unter freien Lizenzen, das heißt aber nicht, dass man sie beliebig und ohne Quellenhinweis kopieren darf: Mehr dazu.
« Letzte Änderung: 01. November 2016, 17:37:31 von mangomix » Gespeichert

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